| http://www.nationalgeographic.de/reise/lichte-zukunft-im-schwarzwald (Bild Norbert Rosing) |
In die falsche Richtung gerannt.
War ja alles weiß.
Es stürmte und schneite.
Und nun?
Ich finde den Weg nicht mehr.
Weder weiß ich wo es weiter geht.
Noch wie ich zurück komme.
Stecke fest.
Die Kälte dringt tief in mich ein.
Verloren im Tiefschnee.
Warum beginnen die Tage immer gut und enden so schrecklich?
Ich hasse das.
Hatte grad nen FA, und jetzt kann ich mich nicht übergeben, weil mein Mitbewohner hier ist und der das mitbekommen würde.
Mir ist schlecht und mein Magen tut richtig richtig weh. Ich könnte heulen, und ich hasse mich dafür.
Später werde ich mich dafür mit der Klinge bestrafen. Weil ich es verdient habe.
Ich kann es nicht glauben, was ich gemacht habe. Es bringt mich zur Verzweiflung, diese elende Schwäche und Disziplinlosigkeit. Der Kontrollverlust.
Wie soll man damit leben? Wie soll ICH damit leben???
Wie kann es sein, dass es mir generell gesehen schon viel besser geht als noch vor ein paar Monaten und die Gedanken trotzdem immer schlimmer werden? Ich immer mehr an mir selber verzweifle? Ich immer weniger Sinn im Leben sehe? Ich immer weniger Grund zum kämpfen und durchhalten finde?
Dieses Schneegestöber in meinem Kopf soll aufhören. Ich will, dass der Frühling kommt und der Schnee taut. Die Sonne soll scheinen und die Blumen blühen. Aber es ist bitterkalt. Der Winter hält schon so lange an. Vielleicht wird er niemals enden. Wer weiß.
Vielleicht liebe ich den Winter einfach zu sehr um ihn loszulassen. Vielleicht würden mich die Sonnenstrahlen vernichten, nach so einer langen Zeit begraben im Schnee.
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