Achtung!

Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.

Mittwoch, 26. November 2014

Neues Medikament

Oh Gott, ihr Lieben

es ist sooo viel passiert. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Viel Schlechtes, aber damit verbunden auch was Gutes.
Damit beginne ich.
Am Montag hatte ich nen Termin bei meiner Psychiaterin. Da das alte Antidepressivum nicht mehr gewirkt hat, habe ich nun ein neues. Dieses Neue allerdings, hat extreme Nebenwirkungen (bei mir). Mir ging es seit ich am Montag die erste halbe Tablette davon geschluckt hatte richtig, richtig schlecht. Gestern war es am schlimmsten. Am Abend kam mein Freund, und Anfangs liefs noch ganz gut, aber plötzlich war mir schwindlig, mir tat alles weh, und psychisch war es der Horror.
Ich lag in seinen Armen und er hat mich einfach gehalten. Plötzlich wollte ich nur noch sterben. Ich hatte für nichts mehr Kraft, ich war überglücklich, dass er da war, aber ich konnte einfach nicht mehr und hab furchtbar zu weinen angefangen. Mein ganzer Körper hat sich verkrampft und ich weinte und weinte.
M. stand dann auf, nahm meinen Hund, räumte sich die Matratze, die vor meinem Bett liegt, als Schutz für meinen Hund ab und hat sich mit ihr dort runter gelegt. Hat mich zugedeckt und das Licht abgedreht. Er war da!
VERDAMMT ER WAR EINFACH DA!!!!!!
Ich kann es gar nicht glauben, dass er nicht abgehauen ist oder versucht hat zu reden und fragen was los ist oder sonst etwas. Sondern einfach "nur" da war.
Als er dachte ich wäre eingeschlafen ist er dann gegangen. Ich war noch wach, aber hab mich wieder beruhigt und war innerlich einfach nur so wahnsinnig dankbar, dass er so lang geblieben ist.

Heute Morgen war mir das ganze furchtbar peinlich und tat mir unendlich leid. Ich dachte, ich hätte ihn damit jetzt verloren. Das hab ich ihm auch geschrieben. Er meinte nur: Ich glaube nicht, dass es da etwas zu Entschuldigen gibt und auch nichts, was mir peinlich sein muss. Ich bin für dich da.

Und ja, genau das ist er. Für mich da. Ich kann es gar nicht oft genug erwähnen.


Alles andere geht gerade den Bach runter. Die Prüfungen hab ich alle total verkackt. Das Publikationsprotokoll, das ich bis Freitag abgeben muss, hab ich noch nicht mal angefangen. Die Prüfung heute, und die 2 morgen schreib ich erst gar nicht.
Meine Psychiaterin meinte, sie hätte mich noch nie so am Ende gesehen, und meine Thera, sieht auch, dass ich einfach nicht mehr kann.
Das neue Medi, sollte auch gegen den SVV-Druck helfen. Naja, wenn ich jetzt sage, dass mein Arm gerade aussieht als hätte ich ihn unter den Rasenmäher gehalten spricht wohl für sich.

Morgen geht es auf's "Letzte Instanz" Konzert. Einerseits freu ich mich tierisch drauf, aber ich hab auch etwas Angst, dass es mir auch bis dahin noch nicht so gut geht.
Heute bin ich erst vor 2 Stunden ca. aufgestanden, also 18:00
Weil ich einfach nicht konnte. Aber jetzt geht's erstmal ganz gut.

Das Wochenende war fruchtbar, davon nur eine kurze Zsfg:
  • Meine Eltern haben sich aufs Ärgste gestritten
  • Oma hat mich, bevor ein "Hallo" kam wieder kritisiert
  • Irgendjemand ist vor den Zug gesprungen -> 2h Verspätung
  • Essen gehen mit Family (endete damit, dass meine kleine Nichte unerträglich weinte und schrie, und das natürlich keiner verstehen konnte und alle "Erwachsenen" auch nur noch auf sie einschrien -.-)
  • ...
  •  
 Belassen wir es mal dabei. Ich hoffe mein Freund kommt dann noch vorbei, aber mal sehen. Er meldet sich nicht. Vielleicht dauert aber auch das Training länger.

Aja und Gewicht ging etwas runter auf 45,6 kg. Nichts herausragendes, aber wenigstens mal wieder unter 46.

<3 Steppenwölfin

Mittwoch, 19. November 2014

Rätsel gelöst

Gestern Abend, als ich schon im Bett lag, kam mir DIE Idee.
Da es mir ja die letzten Tage, was Kreislauf angeht wirklich nicht gut ging und sich auch mein Gehirn wie ein Schwamm anfühlte, ich somit rundherum nur wenig mitbekam, etc., habe ich lange gerätselt woher das kommen könnte. Vor allem, da ich die Ernährung wirklich ausschließen konnte.

TaTaTaTaaaaa!
Es waren Entzugserscheinungen/Absetzerscheinungen meines Antidepressivums, das ich in den letzten Tagen nicht mehr genommen habe.
Hab dann den Beipackzettel aus dem Müll gesucht und da genau meine Symptome wiedergefunden: Schwindelgefühl, Übelkeit, Ängste, Empfindungsstörungen der Haut und anderes.

Wie es dazu kam?
1) hat das Medikament keine Wirkung mehr gezeigt, weshalb ich mir dachte ich brauch es dann auch nicht mehr nehmen.
2) wollte ich wieder ICH sein, da ich oft denke, dass mein wahres Ich durch das Medikament beeinflusst wird, und ich mich somit einfach nur selbst belüge
3) Wahrscheinlich der Hauptgrund und megapeinlich: weil ich mich nicht getraut habe mir ein neues Rezept zu holen und ich nur mehr 3 Tabletten hatte.
Eine davon hab ich dann gleich heute Morgen genommen. Die anderen 2 werde ich halbieren und bis Sonntag dann je 1/2 nehmen. Am Montag hab ich sowieso nen Termin bei meiner Psychiaterin wo ich dann klarerweise auch ein Rezept bekomme.

Ja, selbstverschuldet, aber damit hät ich echt nicht gerechnet.
Diese Erkenntnis schockiert mich allerdings auch sehr. Denn wenn ich bei nur 20mg Citalopram schon so heftige Absetzreaktionen spüre, was passiert dann, wenn ich noch eine höhere Dosis einnehmen muss?
Hm, das macht mir schon ein bisschen Angst.

Und wie erkläre ich meiner Ärztin was ich gemacht hab? Oh Mann, ich werde mich in Grund und Boden schämen -.-

Wenigstens habe ich den 3. von 5 Labortagen hinter mir, und bis auf die erste Stunde war der Tag auch halbwegs erträglich. Nicht so wie die letzten 2. (Könnte halt auch an meinem Zustand liegen)

<3

Montag, 17. November 2014

Werden mich meine Beine weiterhin tragen?

Ja, diese Frage stelle ich mir jetzt seit Stunden.
Aber ich habe es bis nach Hause geschafft, jetzt kann nicht mehr viel passieren.

Heute war der erste Tag der Übung. Und ich bereue es sehr, heute Morgen aufgestanden zu sein um dort hin zu gehen. Denn der Tag war furchtbar.
Den Eingangstest hab ich völlig verkackt, ich bin in einer Gruppe, in der ich mich absolut nicht wohl fühle. Psychisch geht es mir zur Zeit eh nicht gut, aber heute ging es mir auch körperlich richtig, richtig schlecht. In der Mittagspause hab ich mich dazu gezwungen etwas zu essen, weil mir da schon etwas schwummrig war und ich nicht im Labor umkippen wollte. Hat aber eigentlich gar nichts gebracht. Nach der Übung auf dem Weg zum Bus, musste ich mich mal setzen, weil ich bei jedem Schritt Angst hatte, dass meine Beine nicht mehr standhalten.
Sie fühlten (und fühlen sich noch immer) schwammig an. Kaum bewege ich meinen Kopf beginnt sich alles zu drehen. Ich bekomm nur noch wenig mit, was rund um mich geschieht.
Was das ganze im Labor aber wirklich schwierig macht. Da ich absolut keinen Plan hatte was zu tun war, während die anderen fleißig dahin gearbeitet haben.
Ich hab die ganze Zeit versucht mich zurück zu halten um so wenig wie möglich tun zu müssen. Nicht weil ich faul bin, sondern einfach aus Angst es falsch zu machen weil ich nicht wusste was zu tun war.
Dann drückte mir ein Professor die Handschuhe in die Hand um mit dem flüssigen Stickstoff zu arbeiten. Panik stieg auf. Aber ich hab es gut hinbekommen.

Allerdings hab ich keinen blassen Schimmer, wie ich die nächsten 4 Tage im Labor überstehen soll.
Ich weiß auch nicht ob meine Schwäche am Essen liegt. Daher bin ich stark am Überlegen, ob ich mir noch Nudeln mit Sugo kochen soll.
Einerseits hoffe ich, dass ich dadurch Kraft für morgen tanken kann.
Andererseits habe ich heute wirklich viel gegessen (1 Laugenstange, 1 Semmel, 125g Chervais, 2 Fruchtschnitten und ca. 1/2 Packung Katjes Grün-Ohr-Bärchen) wodurch ich mich ziemlich mies fühle, wenn ich jetzt noch etwas esse. Vor allem Kohlenhydrate um diese Uhrzeit. Vorallem auch dadurch, da ich ja nicht weiß, ob das wirklich am Essen liegt :/

Ach, was soll ich bloß machen?

Hilflose, verzweifelte Grüße,
Steppenwölfin

Freitag, 14. November 2014

chaotisch, verwirrt, schlampig -> ich #edit

Haltet mich für verrückt, oder was auch immer.
Mein Stresslevel ist gerade so hoch, dass ich es gar nicht mehr als Stress empfinde, sondern meine Emotionen mir einfach nur noch einen Streich spielen.
Ich sitz da und muss so lachen. 2 Sekunden später, verzweifle ich an den ganzen Aufgaben die ich zu erledigen habe und nochmal n paar Sekunden danach bin ich so hochmotiviert, dass ich am liebsten alles gleichzeitig tun würde. Dann sprudelt wieder ein wahnsinnig falsches Lachen aus mir raus.

Was dabei raus kommt zeigte sich heute deutlich in der Uni.
Hatte von 12.00 - 19:00 Uhr Übung. Die ersten 15min schrieben wir eine der 4 Teilprüfungen.
Gleichzeitig sollten wir, wie immer, die Zeichnungen vom letzten Mal abgeben. Tja, wer hatte sie zu Hause liegen gelassen? ICH.
Am Ende der Übung wollte die Prof. die Zeichnungen von heute kontrollieren. Die letzte meiner Zeichnungen sah aus, wie von nem Volksschulkind. Bei einer anderen hab ich teilweise die Beschriftung vergessen, bei einer weiteren hab ich die Systematik, Datum, Name etc. falschherum rauf geschrieben (also das Blatt stand am Kopf). So was von schlampig war ich beim Zeichnen wirklich noch NIE!!!!
Dabei sind mir gerade die Noten der Übungen so wichtig. Mann, ehrlich. Dafür könnt ich mich schon wieder Schneiden.

Steh gerade zwischen: Alles hinschmeißen & mit dem Kopf durch die Wand
tendiere ja eher zu Zweiterem, aber da macht mir mein Körper gerade etwas Sorgen. Bin mir nicht sicher ob der da mitspielt, da er mir schon wieder die ersten Anzeichen von Krampfanfällen etc. anzeigt. Nicht, dass er mir leid tun würde oder so.... genau genommen würde ich ihn damit richtig schön quälen, was ich ja liebend gern tue, aber ich wollte doch versuchen gesund zu werden und auf mich achten?! HAHA :D ja, da muss ich schon wieder lachen.

Gegessen hab ich heute noch nichts. Bzw. nur 2 Manner-Wafferl und ein Stück Fruchtriegel.
Nach der Fresserei gestern auch gut so.
Getrunken hab ich allerdings 375?!ml Automaten-Café Latte (ohne Zucker) und 500ml Erdbeer-Buttermilch
Wie es aussieht wird es auch dabei bleiben, denn ich hab weder Hunger noch Lust auf was zu Essen.
(Außerdem muss ich morgen mit meiner Familie Essen gehen *hate it*)

<3 Alles Liebe

#edit
Hatte so Hunger, dass ich mir ne Dose Gulaschsuppe gewärmt hab (2 Protionen), komm gerade vom Bad, ein Teil davon ist wieder raus, aber eben nur ein Teil :( wahrscheinlich nicht mal 1 Portion


Donnerstag, 13. November 2014

erfolgloser "Rückfall" #edit

Ich komm gerade aus dem Bad. Nach einem kleinen FA hatte ich nach langem wieder einmal das Bedürfnis den Mist wieder loszuwerden. Scheinbar hab ich das Kotzen aber wieder verlernt, denn ausser ein paar sehr wenigen Nachos mit Salsa-Sauce kam nichts raus.
Alles was ich jetzt davon habe ist: Halsschmerzen und Übelkeit schadet auch nicht, so ess ich wenigstens nix mehr
2 Proteinriegel und eine riesen Portion Nachos mit Salsa befinden sich noch in mir :'(
Ich könnte heulen.
Keine Ahnung wie das weitergehen soll.
Ich bekomm es einfach nicht mehr hin abzunehmen. Aber mit dem derzeitigen Gewicht, bzw. vor allem mit dem jetztigen Fettanteil fühle ich mich so elend.

Für den Rest lass ich ein Bild sprechen



#edit
Ich hab mir gerade noch ne Dose "Gefüllte Paprika" gewärmt, obwohl ich dieses Zeug hasse!!!!
Die heiße Tomatensoße brannte richtig die Speiseröhre runter. Hab die Fülle mit Soße gegessen. Und weil das noch nicht reichte auch noch den 3. und zum Glück letzten Proteinriegel -.-
=> absoluter Kontrollverlust
In solchen Momenten kann ich weder kontrollieren WAS ich esse, noch WIEVIEL.
Das macht mich fertig.

Mittwoch, 12. November 2014

Offenbarung

M. weiß es.
M. weiß alles.
Er weiß, dass ich Depressionen habe.
Er weiß, dass ich auf ein Antidepressivum eingestellt bin.
Er weiß, dass ich ein Problem mit dem Essen habe.
Er weiß, dass ich mich selbstverletze.
Aber er weiß auch, dass ich mich sowohl in psychiatrischer als auch therapeutischer Behandlung befinde.

Grundsätzlich hat er es ganz gut aufgenommen. Jedoch versteht er mich nicht. Er denkt, wie so viele, dass man doch nur anders denken muss. Er meinte: Man muss halt auch die schönen Dinge sehen.
Ja, ich hab ihn wirklich sehr, sehr, sehr gern. Es ist wunderschön in seinen Armen zu liegen. Dabei fühle ich mich wohl. Dabei kann ich alles rundherum vergessen.
Allerdings hab ich keine Ahnung, ob ich mit jemandem eine Beziehung führen kann, der absolut keine Ahnung davon hat, wie es mir geht, wie ich mich fühle und wie ich denke.
Kann das denn gut gehen?

M. hat auch noch was gesagt, was mir wirklich weh tut. Dazu muss ich aber weiter ausholen.
2 meiner Mitbewohner haben heute ein Laternenfest veranstaltet (ja so richtig typische Studentenparty) und gefragt, ob wir mitkommen, sie hätten noch Laternen übrig.
M. war einverstanden, wir haben uns aber nach kurzer Zeit davon geschlichen und sind wieder zurück nach Hause. War wohl doch nicht so sein Fall.
Die anderen waren alle etwas angetrunken und hatten halt Spaß.
Beim Zurückgehen meinte M. zu mir: "Ja, da würde ich auch depressiv werden."
Ich weiß, dass das ein "Scherz" war. Aber mir tut es furchtbar weh so etwas zu hören.
Bzw., solange wir allein sind, kann ich solche "Scherze" noch ganz gut ertragen. Das sag ich jetzt in der Hoffnung, dass er soetwas NIE vor anderen sagt.

Mann, ich hätt gerade noch so viel zu erzählen, aber ich muss dann echt ins Bett. Nach Wochen sollte ich es eventuell mal wieder in eine Vorlesung schaffen.

Zwei kurze Sachen noch.
Abgenommen hab ich bis gestern leider nicht. Schon gar nicht wie geplant. Aber heute habe ich mich hauptsächlich von "Luft & Liebe" ernährt. Die Buttermilch die ich offen habe, trinke ich noch aus, einen Caffee Latte hatte ich und einen Apfel werde ich noch essen (oder auch nicht)

Mein Hund hat das blutige Taschentuch von Sonntag gefunden und während ich mit M. und seinen Hunden unterwegs war, hat sie es zerfetzt und im Zimmer verteilt.
Natürlich gingen M. und ich nichtsahnend rein und jaaaa, er hat es natürlich gleich gesehen. Er dachte, es seien Stücke von Keewah's Verband. Nachdem ich ihm, aber später von meinen "Problemen" erzählt habe, kann er sich wohl denken, wo es her kommt. =/ Peinliche Sache

Aja noch etwas. Hab mich vertan, und hatte heute schon Therapie. Hab ihr meinen Arm nicht gezeigt. Sie hat mich nicht direkt gefragt (aber indirekt) ob ich es ihr zeige, also hab ich es auch nicht gemacht und nur um den "heißen Brei" herumgeredet.

<3

Sonntag, 9. November 2014

Die Welt dreht sich ohne mich

Mir ist heiß. Mein Magen fühlt sich an, als würde im nächsten Moment alles hoch kommen.
In meinem Kopf ist so ein dumpfes Gefühl von Schmerz.
Immer wieder läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Zusammengefasst: Es fühlt sich an, als würde ich jeden Moment explodieren.

In Folge dessen, sitze ich jetzt hier und versuche mir einiges von der Seele zu schreiben, während das silberne Metallplättchen neben dem blutigen Taschentuch liegt, mit dem ich immer wieder meinen Arm abtupfe, damit ich diese klebrige Flüssigkeit nicht im ganzen Bett verteile.

Es hat einige Schnitte lang gedauert, bis die gewohnte Erleichterung eintrat. Einen Atemzug später ist die Anspannung von vorher in erheblich größerem Maße wieder da.
Wie eine Pistolenkugel trifft mich der Gedanke daran, dass meine Therapeutin am Mittwoch das erste Mal meinen Arm sehen will.
Der Vorsatz mich bis dahin nicht zu verletzen, ist gerade kläglich gescheitert. Mal wieder.

Meine Gedanken drehen sich. Sie drehen sich, bis ich nicht mehr weiß, ob sich tatsächlich nur meine Gedanken drehen, oder ich mich als ganzes. Vielleicht dreht sich auch einfach die Welt? Aber ohne mich?

Gedanken wie: Wird sie mich eklig und abscheulich finden, wenn sie meinen Arm sieht? Wird sie geschockt sein, weil es so viele Narben und Wunden sind? Oder wird sie denken: "Oh nicht schon wieder eine mit 2, 3 Kratzern, die glaubt sie wäre die einzige mit ein paar Problemen."?

Ich habe keine Ahnung. Aber am Mittwoch werde ich es erfahren. Ob ich will oder nicht. Einzige Möglichkeit dem zu entkommen: Nicht hin gehen.
Aber was hab ich davon? Wird es mir desshalb besser gehen? NEIN!

Freitag, 7. November 2014

Sachertorten, Schmetterlinge und Peinlichkeiten



Hja, was soll ich sagen.

Alles Käse? Ich mag Käse.
Die Story über die OP meines Hundes sollte ich eigentlich erwähnen, aber ich hab vor eine eigene Seite für die Hunde-Sachen einzurichten. Da ich mal annehme, dass das sehr viele langweilt.
Lecker Geburtstags-Sachertorte
Deshalb nur kurz: Die OP ist gut verlaufen, ihr geht es trotzdem nicht so gut, aber es wird alles wieder gut.
Jedenfalls war ich nach der Info gestern echt mies drauf. Bis M. meinte er könnte noch vorbei kommen, wenn ich möchte. Normalerweise hätte ich ihn irgendwie abgewimmelt, da ich mich aber doch endlich ändern möchte hab ich zugesagt.
Er kam, und es war ein richtig schöner Abend. Zum Schluss haben wir uns auch noch geküsst J
Die letzten Raupen auf Wolke 7 haben sich verpuppt und einige der Schmetterlinge sind bereits geschlüpft ;)

Heute ist mir dann was echt Peinliches passiert. Ich hab eine SMS über M., die an eine Freundin gerichtet gewesen wäre ausversehen an ihn gesendet :O
Habs auch gar nicht gecheckt bis er mich darauf angesprochen hat.
Danach hatten wir ein ernstes Gespräch darüber, wie es weiter gehen soll, und was wir uns erwarten etc.
Ich weiß jetzt nicht, ob wir schon zusammen sind oder nicht?! Aber ich glaub noch nicht :D

Aja, ich hab vorgestern ne Sachertorte gebacken :D für ne Freundin die Geburtstag hatte.
Nein, das in der Mitte soll kein Schwein sein, sondern ein Hund :D

Uuuuuh und in 3 Wochen geht's schon wieder auf's nächste Konzert :)
Wieder in Wien, aber diesmal "Letzte Instanz"
http://www.bing.com/images/search?q=letzte+instanz&FORM=HDRSC2#view=detail&id=86C604D7FF5B45A85B8D7551937920E801C83660&selectedIndex=9

Mittwoch, 5. November 2014

Gscheitert

Meinen Plan kann ich verwerfen.
Hab gestern ne ganze Packung Katjes Grün-Ohr-Hasen gefuttert. Natürlich nach 15.00Uhr
Vormittags hatte ich nen Latte und eine Nussschnecke.
Tolle Ernährung, ich weiß.

Hab trotzdem abgenommen und bin vorerst bei 45,2 kg. Find ich gar nicht so schlecht für's erste.

Was ich aber schlecht finde ist, dass ich schon wieder zu Hause im schönen, warmen Bettchen hocke anstatt in den Vorlesungen zu sein.

Ich werde dann langsam anfangen zu packen, und später zut Thera gehen. Gleich danach geht's ab zu meinen Eltern, da Keewah morgen dort in der Tierklinik operiert wird.
Irgendwie hab ich dabei kein gutes Gefühl, aber es wird schon alles gut gehen.

Die nächsten paar Tage stressen mich extrem. Hab richtig Angst davor.
Naja, die werden auch vorbei gehen.

<3

Montag, 3. November 2014

Pläne sind da, um sie zu verwerfen

Alles was ich plane, kommt anders.
Anfangs hatte ich geplant, mein Studium in den 6 Regelsemestern zu schaffen.
Ich glaub ich hab mal in nem Post erwähnt, dass ich im September extra ne Prüfung geschrieben hab, weil die Vorraussetzung für eine Übung war, deren Vorbesprechung ich versäumt habe und folglich rausflog. Die Professorin setzte mich ausnahmsweise als letzte auf die Warteliste.
Ich ging davon aus, dass ich da nicht mehr rein komme, vor allem, weil die erste von 3 Gruppen auch schon gestartet hat. Das ist auch die, in der ich mich ursprünglich angemeldet hab.
Also habe ich mein Studium schon mal für 1 Semester länger geplant, um die Übung nächstes Jahr zu machen.
Da ich zur Zeit sowieso total überfordert bin meinte meine Thera, ich solle mehr verschieben um es mir etwas leichter zu machen. Gesagt, getan.
Haute bekam ich eine Mail, dass in einer anderen Gruppe gerade ein Platz frei geworden ist, und ich den haben kann.
Ähm ja....erster Gedanke: WIE TOLL!!! =)
zweiter Gedanke: Scheiße, was mach ich jetzt?
dritter Gedanke: das wird mir alles schon wieder zu viel
vierter Gedanke: diese Überforderung, die damit gerade noch größer wird, werde ich später mit der Klinge versuchen zu lindern (auch wenn ich theoretisch weiß, dass das gar nix bringen wird)

Theoretisch wäre es möglich mein Studium doch im Sommer abzuschließen. Aber praktisch kann ich es wohl nicht mehr schaffen, weil ich es ja auch in die wenigen geplanten Vorlesungen schon nicht schaffe zu gehen. Wie soll ich dann jetzt auch noch die machen, die ich bereits verschoben habe?

Einerseits will ich mir nichts vorwerfen, denn ich konnte ja nicht wissen, dass es sich so entwickeln wird. Und eigentlich weiß ich auch, dass es gesundheitlich gut wäre, mir nicht zu viel vorzunehmen und mir Zeit zu lassen. Das heißt auch, das Toleranzsemester anzuhängen.
Andererseits bin ich sauer auf mich, dass ich mich nicht mehr rein gehängt habe und zumindest alle Vorlesungen besucht habe. Das Gefühl, das schaffen zu müssen ist enorm groß und ich kann meine Erwartungen und Forderungen an mich selbst einfach nicht zurückschrauben. Auch wenn mir bewusst ist, dass sie unmöglich zu schaffen sind, und ich mich dadurch nur unnötig unter Druck setze unter dem ich schlussendlich gar nichts erreichen werde.

Aber warum schaffe ich es nicht, was daran zu ändern, wenn ich doch theoretisch weiß was gut für mich wäre?
Ich kann nicht verstehen, wie sich ein Mensch selbst nicht verstehen kann. Und dennoch verstehe ich mich nicht.

Anderes Thema: GEWICHT
Die Woche ohne Waage war unerträglich (ich gestehe: hab mich am Freitag gewogen) und auch absolut sinnlos. Hab nur 400g abgenommen. Also eigentlich gar nichts.
Fazit: Funktioniert nicht, mach ich nicht mehr.

Plan für diese Woche: (mal schauen, ob der auch wieder verworfen wird -.-)
hab noch keinen :O
  • nicht rauchen (Hab seit Freitag keine Zigaretten mehr und hoffe, dass das ein Anfang ist. Sollte ich aber sehr hungrig sein, obwohl ich schon "genug" gegessen habe, werde ich lieber wieder Zigaretten statt Essen kaufen)
  • Hauptnahrungsmittel werden Caffé Latte und Joghurtdirnks/Buttermilch sein
  • ab 15:00 Uhr gibt es KEINE feste Nahrung mehr und auch flüssige Nahrung nur, wenn es sein muss (also um Magenknurren in der Uni zu verhindern)
  • Ausnahme: Mittwoch Abend, bis Donnerstag Morgen, da bin ich bei meinen Eltern
  • Wochenende wird seperat geplant, weil ich noch keine Ahnung habe wie das ablaufen wird
So! Damit erwarte ich mir nächsten Montag ein Gewicht von <46kg und erhoffe/wünsche mir 45,7kg oder weniger.
Das sollten realistische Ziele sein =)

Stay strong <3

Ps. da kommen sehr viele "theoretisch" und "eigentlich" vor. Das liest sich doof, ABER mein Leben besteht aus diesen beiden Wörtern, denn ich lebe nicht im Hier und Jetzt, sondern im "hätte, könnte, wollte". Vermutlich ist das einer meiner größten Fehler und "könnte" ich ihn ändern, "würde" ich das tun.