Fast 3 Monate war ich nicht mehr hier.
Vieles hat sich verändert.
Zum Guten.
Ich arbeite immer noch, viel zur Zeit.
Urlaubsvertretung.
Ich arbeite gerne dort.
Meine Kolleginnen sind gut.
Ich mag sie gern.
Viel....was heißt "viel Arbeiten"? Es sind immer um die 20h pro Woche.
Für die meisten ist das sehr wenig.
Für mich viel.
Ich mache auch immer wieder Fehler. Mal leichte, manchmal aber auch schwere.
Das sollte nicht passieren.
Es passiert trotzdem.
Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Das gehört dazu.
An manchen Tagen steh ich darüber.
An manchen zerbreche ich beinahe daran.
Ich rauche hin und wieder.
Ich habe mich sehr lange nicht mehr selbstverletzt.
Ich trinke nur ganz selten, sehr wenig Alkohol.
Ich liebe meinen Freund sehr.
Auch seine Familie ist toll.
Dort bin ich immer willkommen.
Ich bin sehr gerne dort.
Mein Hund ist einzigartig. Wahnsinnig brav und absolut süß.
Ich vergöttere sie.
Sie mag mich auch gern.
Meine Psychiaterin meinte, anfangs wirkte ich sehr schchtern, zart und zerbrechlich.
Jetzt sei eine selbstbewusste, starke, junge Frau aus mir geworden.
Manchmal seh ich das auch so.
Manchmal nicht.
Ich habe mich lange nicht mehr gewogen. Die Waage hat mein Freund in meinem Kasten verstaut.
Ich überlege nur mehr ganz selten, ob ich das jetzt essen soll, weil es dick macht. Ich esse das, worauf ich Lust habe. Hauptsächlich Schokolade, Eis und Haribo.
Manchmal fühl ich mich trotzdem gut.
Meistens ist es mir egal.
Manchmal fühle ich mich dick.
Meine Therapeutin findet es erstaunlich was sich in den 1 1/2 Jahren alles getan hat.
Ich auch.
Trotzdem solle ich aufpassen, dass das nicht kippt.
Das weiß ich.
Ich habe eigentlich Ferien. Aber ich muss noch eine Arbeit schreiben bis August. Ich muss Arbeiten. Ich muss ein relativ großes Projekt für die Uni machen. Ich fange Ende August mit meiner Bachelorarbeit an. Am 17. August soll ich eine große Prüfung schreiben, für die ich noch sehr viel lernen muss. Ich muss weiterhin zur Therapie. Ich muss weiterhin Medikamente nehmen. Ich muss mich um meine Tiere kümmern. Ich muss mich um die Beziehung mit meinem Freund kümmern. Ich muss mit meinem Hund trainieren und den Verein unterstützen. Ich muss versuchen Freundschaften aufrecht zuerhalten. Ich muss meine Eltern mal wieder besuchen.
Ich muss...
Ich muss auf mich acht geben.
Ich könnte Hilfe gebrauchen.
Aber es ist keiner da.
Ich bin.
Allein.
Achtung!
Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.
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