Achtung!

Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

GEKÜNDIGT

Oh ja!
Ich habe heute meinen Mietvertrag gekündigt.
Nach wochen- bzw. monatelangem Hin und Her, habe ich endlich meinen Mietvertrag gekündigt.
Mein Vermieter war sehr sauer, und hat mich das bei einem Telefonat auch spüren lassen.
Wie z.b.: "Es war eine Gefälligkeit von mir, deine ganzen VIECHER hier wohnen zu lassen."
Ähm....was ist den das für eine Gefälligkeit??? Laut Mietvertrag war es ERLAUBT!!!!
Außerdem waren es bloß mein kleines Hündchen und 2 Wüstenrennmäuse. Also mal ehrlich!
Aber er hat es zumindest geschafft mich am Telefon so zu verunsichern und mir ein so schlechtes Gewissen einzureden, dass ich beinahe die Kündigung zurück gezogen hätte.
Mittlerweile bin ich nur noch sauer auf ihn und froh, dass ich es endlich gewagt habe.
Er hat mich nur noch abgezockt und der Schimmel an den Wänden ist wirklich extrem.
"Jetzt habe ich schon die Schimmelfarbe gekauft und dann lese ich deine nette Mail."
Ja, gegen den Schimmel muss er ja trotzdem etwas unternehmen, oder hätte er es so gelassen? Schimmelspray und Farbe allein hilft da eh nix mehr. Und meine "nette Mail", war ganz sachlich und freundlich geschrieben. WAS SOLL DAS?
Ach man. Ich hasse so etwas. Es geht mir sehr nahe.
Vor allem habe ich noch 3 Monate kündigungsfrist. Das heißt noch 900€ an ihn zu zahlen.
Noch nicht mal eine neue Wohnmöglichkeit habe ich. Und ich weiß auch nicht, ob ich überhaupt etwas leistbares, schimmelfreies findenwerde, wo auch mein Hund erlaubt ist.

Psychisch geht es mir gar nicht gut. Da kommt der ganze Wohnungsstress nicht gut gelegen.
Aber irgendwie werde ich es wohl schaffen. Müssen.


Donnerstag, 10. Dezember 2015

Umfeld

Mein Umfeld beginnt zu reagieren.
Ich kann es kaum mehr verheimlichen, dass es mir nicht gut geht.
Mein Freund versucht unaufhörlich mich dazu zu birngen, zu sagen was los ist.
Die Mutter meines Freundes verhält sich ähnlich.
Sie meinen:
     Du lachst nicht mehr.
     Du liegst nur rum und schläst.
     Geh doch mal raus.
     Mach was für die Uni.
     Was ist los?
     Du musst dich anstrengen.
     Du bist schwierig.
     Ich versteh dich nicht.

  Und so weiter.

Aber ich hab keinen Willen mehr etwas zu tun. Ich habe auch keine Kraft mehr.
Schon die kleinsten Dinge verlangen mir alles ab.
Schaffe ich es, mich aufzuraffen und etwas anzufangen macht es mir absolut keinen Spaß.
Auch die Dinge, die ich sonst liebe sind nur noch Anstrengend.




Dienstag, 24. November 2015

jahrelanger Trott

Fast 22.00 Uhr, morgen eine Prüfung, und erst vor 4 Stunden begonnen wirklich zu lernen.
Es fehlt noch sehr viel, aber ich würde jetzt lieber schlafen als noch weiter zu lernen.
Denn es sind natürlich auch sehr viele Zweifel da, ob es überhaupt noch etwas bringt, oder ob ich es auch gleich bleiben lassen kann.
Einerseits ist es mir egal was aus der Prüfung wird. Andererseits hasse ich mich dafür, dass ich (mal wieder) nicht gelernt habe.
Schon in der Schule liefen bei mir sämtliche Tests und Schularbeiten so ab, und nun mach ich genau so weiter.
Ich kann mich kaum mehr dazu überwinden mir etwas durchzulesen, geschweige denn mitzudenken.
Sehr wohl weiß ich aber, dass ich mich spätestens morgen während der Prüfung dafür sehr hassen werde. Nein, eigentlich tu ich das jetzt schon.
Meine Gedanken fetzen hin und her. Sie kämpfen miteinander.
 
Die halbe Nacht lernen und diese Prüfung so gut wie möglich überstehen.

Vergiss es, das wird nichts mehr!


Doch sicher, du kannst es noch schaffen. Hau rein jetzt!

Ach komm, wie willst du dir den das alles so schnell noch merken?
Leg dich hin und schlaf lieber. 


Anstatt dir diese ganzen Gedanken zu machen, hättest du schon wieder einiges lernen können.

Du bist nichts! Du kannst nichts! Du bist einfach furchtbar! Wie schaffst du es überhaupt noch in den Spiegel zu schauen?

Ich weiß noch nicht, welche Gedanken dieses Mal gewinnen werden. Aber ich denke, ich werde aufgeben. Ich habe zu wenig vertrauen in mich. Meine Hoffnung schwindet von Tag zu Tag mehr. Auch meine Kraft und mein Lebenswille werden immer weniger.

Ich hoffe euch geht es besser.
xoxo Steppenwölfin

 

Dienstag, 17. November 2015

Dieses Leben

Mir ist kalt, mein Weg ist leer,
diese Nacht ist grau und kalt und schwer
sie hält mich fest und gibt mich nicht mehr her
ich bin gefangen ich wach nicht auf
und die letzten Lichter gehn gleich aus
ich seh mich fallen und geb nun auf
 
Denn ich hasse dieses Leben
den Moment in dem man fällt
ich hasse dieses Leben
ich hasse diesen Tag, ich hasse diese Welt
ich hasse dieses Leben
ich hasse den Moment in dem man fällt
ich hasse dieses Leben,
ich hasse diesen Tag, ich hasse diese Welt

Nimm mir die Kraft,
nimm mir das Herz
nimm mir alle Hoffnung und all den Schmerz
aus meiner Hand und gib sie nicht mehr her
was soll das sein,
wo soll ich hin
wo sind meine großen Helden hin
auch wenn wir gehn, weiß ich nicht wohin

Ich hasse dieses Leben,
den Moment in dem man fällt
ich hasse dieses Leben
ich hasse diesen Tag, ich hasse diese Welt
ich hasse dieses Leben
ich hasse den Moment in dem man fällt
ich hasse dieses Leben
ich hasse diesen Tag, ich hasse diese Welt

Weiß ich nicht wohin,
auch wenn ich geh
wenn ich geh

Doch ich hasse dieses Leben,
den Moment in dem man fällt
ich hasse dieses Leben
ich hasse diesen Tag, ich hasse diese Welt
ich hasse dieses Leben
ich hasse den Moment in dem man fällt.
Ich hasse dieses Leben
ich hasse diesen Tag, ich hasse diese Welt.

(Juli - Dieses Leben, etwas an meine Stimmung angepasst) 



Tja, ich denke, der leicht veränderte Text sagt genug aus, darüber wie ich mich gerade fühle und wie es mir geht.
Mehr Worte finde ich zur Zeit auch gar nicht.

Euch viel Kraft und Durchhaltevermögen
xoxo Steppenwölfin

Donnerstag, 12. November 2015

Der Anfang vom Ende? Oder das Ende vom Anfang?

Morgen 9 Uhr.
Ökophysiologie -Prüfung
3. Prüfungstermin = letzter Prüfungstermin für dieses Semester
Letzte Chance um diese Prüfung dieses Semester noch zu schaffen.
Letzte Chance um dieses Semester mein Studium abzuschließen.
Aber nicht die letzte Prüfung die ich bis dahin noch schaffen muss.
Meine Chancen? Ich weiß es nicht.
Gelernt habe ich. Genug? Möglich. Aber kann genausogut nicht reichen.

Ich verzweifle zur Zeit an der Uni.
Es stehen viel zu viele Prüfungen an. Für mich ist es unmöglich so viele Prüfungen in so kurzer Zeit zu bestehen.
Auch das Projekt das wir machen sollten an der Uni, ging für mich mal kräftig daneben.

Es ging darum, die problematischen Neophyten einer Gemeinde zu kartieren und einen Management-Plan auszuarbeiten. Als ich das hörte, fand ich es richtig toll, mal etwas sinnvolles machen zu dürfen. Nicht nur sinnlose, theoretische Pläne aufzuschreiben.
Problem an der Sache: Wir mussten alles selber organisieren. Soll heißen, 21 Studenten bekommen ein Projekt und müssen selbst für alles sorgen.
Tja, die mmeisten der Studenten kannten sich untereinander, waren topmotiviert, hatten Autos zur Verfügung, saßen in den Pausen essend beisammen und besprachen alles.

Ja, ist wohl nicht schwer zu erraten, dass ich da nicht dabei war. Und somit auch keinen Teil des Projekts gemacht habe. Somit weiß ich auch nicht, ob ich die Lehrveranstaltung überhaupt bestehen kann. Mal ganz abgesehen davon, dass ich die Prüfung wahrscheinlich auch nicht schaffen werde. Also mal wieder aller Aufwand umsonst.
Ich hasse mich dafür, nicht einfach mal so sein zu können wie alle andern auch. Einfach gemeinsam mit denen zu Essen, mal meine Klappe aufzumachen und mich einzubringen.





Mit meinem Freund komme ich auch nicht mehr klar.
Ich kann ihn manchmal einfach nicht mehr sehn.
Vieles liegt nicht an ihm, sondern einfach daran, dass ICH für MICH keine Beziehung mehr nöchte, weil ich dafür weder Kraft noch Zeit habe.
Ich wäre zur Zeit einfach viel lieber wieder allein.

Ist das alles der Anfang vom Ende?
Der Anfang vom Abbruch meines Studiums.
Der Anfang vom Beenden meiner Beziehung.
Der Anfang vom Aufgeben des Ziels 'Gesund werden'
Der Anfang vom Aufgeben der Selbstständigkeit.

Oder ist das alles das Ende vom Anfang.
Das Ende vom Anfang der Beziehung. Rosa Brille verschwindet und die typischen Beziehungsprobleme treten hervor.
Das Ende vom Anfang des Studiums. Die Schonzeit ist vorbei. Wenn man was erreichen will, muss man dafür kämpfen.
Das Ende vom Anfang des Gesund werdens. Es kommen immer wieder Tiefs die überwunden werden müssen.
Das Ende vom Anfang der Selbstständigkeit. Geld fliegt einem nicht zu. Dafür muss man viel und hart arbeiten.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Aber irgendwie wird es trotzdem weiter gehen.


Montag, 2. November 2015

Fragezeichen

In meinem Kopf steht gerade ein riesiges Fragezeichen.
Denn ich weiß nicht mehr was ich tun soll.

Ich will meinen Freund nicht verlieren, aber ich kann mir auch keine Beziehung mehr mit ihm vorstellen.
Ich will unbedingt wieder abnehmen, aber ich habe heute gefressen, als wäre es mein letzter Tag.
Ich will endlich bei meinem Studium weiterkommen, aber anstatt zu Lernen habe ich The Simpson geschaut und geschlafen.

Ich wollte gesund werden, und mein Leben in den Griff bekommen. Habe soziale Kontakte geknüpft, auch wenn es ausser der Familie meines Freundes nur wenige waren. Aber immerhin.

Und jetzt?
Jetzt will ich wieder mein altes, krankes, schäbiges Leben zurück.
Ich will wieder allein sein.
Will wieder krank sein.
Will es wieder schaffen zu Hungern und täglich Sport zu treiben.
Will meine 43kg zurück und wieder umkippen nach dem Aufstehen morgens.
Will mich wieder schneiden wann immer ich den Drang dazu verspüre.
Will keine Psychopharmaka mehr nehmen und einfach nur sterben.

Ja, genau das ist es was ich mir zur Zeit am meisten wünsche.

Warum man sich so etwas wünscht, nachdem es einem schon relativ gut ging?

Ich weiß es nicht.
Vielleicht weil es einfacher ist. Man baut sich eine Struktur, einen Plan, und nach dem lebt man. Alleine. Ohne das einem jemand dazwischen funkt. Ohne Einladungen zum Essen, ohne ähnlichem Kram.
Vielleicht weil mir einfach die Kraft fehlt um weiterzukämpfen.
Vielleicht weil die Antidepressiva nicht mehr wirken?


Sonntag, 1. November 2015

Gewichtsschock

Heute Morgen habe ich mich mal wieder auf die Waage gestellt.
Und ich war richtig geschockt.

55kg
das ist ein BMI von 20,7  :O
Das ist fast Rekord.

Was mach ich? Fresse aus Frust eine Tafel Schokolade.
Richtig spitze!

Dafür habe ich jetzt mein Essenstagebuch wieder aktiviert.






Ich hoffe das hilft wieder ein bisschen.

Nun muss ich endlich anfangen zu lernen.
Man hört sich ;)

Samstag, 31. Oktober 2015

Beziehungspause

Hja, wie der Titel schon sagt befinde ich mich nun in einer Beziehungspause.
Ich hab das mal bis Dienstag geplant. Dann werde ich wieder bei meinem Freund angekrochen kommen, ihm verzeihen und ihm eine weißnichtwievielte Chance geben.

Warum Beziehungspause?
Weil er mich zum gefühlten hundertsten Mal belogen hat.
Ich hasse es, wenn mir jemand eiskalt ins Gesicht lügt. Aber es macht mich richtig fertig, wenn dieser Jemand mein Freund ist.

Ich weiß gerade gar nicht was ich noch schreiben soll.
Ich bin einfach maßlos enttäuscht. Auch von meinen Eltern.
Wir haben sie eingeladen zu einer Show vom "Hundeprofi" Martin Rütter. Am nächsten Tag waren sie zum Essen bei den Eltern meines Freundes eingeladen. Aber dazu kam es gar nicht mehr. Sie haben den Besuch abgebrochen. Wie immer.
Nein falsch. Normalerweise sagen sie vorher ab und kommen erst gar nicht.
Diesmal sind sie tatsächlich gekommen. Waren aber keine 24h da.

Gott, die müssen mich lieben.

Ich bin so wütend und enttäuscht von allen, dass ich auch gar nicht mehr näher darauf eingehen will.
Werde versuchen es einfach zu vergessen und verdrängen.
Hab da keinen Bock mehr drauf.

Gute Nacht meine Lieben.
Man hört sich  :*

Dienstag, 20. Oktober 2015

3 Monate

Schon wieder fast 3 Monate her, dass ich das letzte mal gepostet habe.

Jetzt sitze ich hier. Im Bett, mein Freund spielt XBOX, nachdem er eine Salamipizza gegessen hat.
DIe Hunde schlafen. Die eine mit rihem Rindfleisch im Magen, der andere mit Trockenfutter. Die kleine mit Dosenfutter und Haferflocken.
Sie wirken alle zufrieden. Und satt.
Ich habe hunger.
Zum Frühstück hatte ich einen Café Latte, Vormittags ein halbes Weinbeerbrötchen, nachmittags die zweite Hälfte, vorher einen kleinen Apfel.
Mein Magen verlangt mehr.
Dieses Hungergefühl ist wieder wie Neu für mich.
Monatelang habe ich gegessen. Nein, tatsächlich gefressen. Hauütsächlich FastFood, Süßkram, etc.
Jetzt bin ich dicker als je zuvor.
Dafür hasse ich mich. Ich verabscheue mich. Am liebsten würde ich mich dafür so richtig bestrafen.
Aber wie?
Ich bin doch nun fast gesund. Oder?

Meine Familie ist mit mir zufrieden, mein Freund und seine Familie. Die Psychiaterin, die Psychologin.
Alle merken wie es bergauf geht. Wie toll ich mich entwickelt habe. Wie gut alles läuft.

Aber in mir beginnt es zu bröckeln.
Ich will hungern.
Ich will bluten.
Ich will allein sein.
Ich will sterben.

Ich will wieder zurück. Dahin, wo ich vor eineinhalb Jahren war.
Ich will wieder DÜNN sein.
Warum habe ich das alles zurück gelassen? Ich kann es nicht verstehen. Ich bin schwach geworden.
Habe mich von den Verführungen verleiten lassen. Konnte nicht wiederstehen.

Das habe ich nun davon.
NICHTS!
Ich muss von vorne beginnen.
Als erstes muss ich Gewicht verlieren.
Wie ist egal.
Ich werde hungern. Tagelang, wenn es sein muss.
Ich werde wieder dünn sein!
Und wenn ich mein Leben dafür gebe.

JA, ICH WERDE WIEDER DÜNN SEIN!!!

Mittwoch, 29. Juli 2015

Alles gut?!

Fast 3 Monate war ich nicht mehr hier.

Vieles hat sich verändert.
Zum Guten.
Ich arbeite immer noch, viel zur Zeit.
Urlaubsvertretung.
Ich arbeite gerne dort.
Meine Kolleginnen sind gut.
Ich mag sie gern.
Viel....was heißt "viel Arbeiten"? Es sind immer um die 20h pro Woche.
Für die meisten ist das sehr wenig.
Für mich viel.
Ich mache auch immer wieder Fehler. Mal leichte, manchmal aber auch schwere.
Das sollte nicht passieren.
Es passiert trotzdem.
Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Das gehört dazu.
An manchen Tagen steh ich darüber.
An manchen zerbreche ich beinahe daran.

Ich rauche hin und wieder.
Ich habe mich sehr lange nicht mehr selbstverletzt.
Ich trinke nur ganz selten, sehr wenig Alkohol.

Ich liebe meinen Freund sehr.
Auch seine Familie ist toll.
Dort bin ich immer willkommen.
Ich bin sehr gerne dort.

Mein Hund ist einzigartig. Wahnsinnig brav und absolut süß.
Ich vergöttere sie.
Sie mag mich auch gern.

Meine Psychiaterin meinte, anfangs wirkte ich sehr schchtern, zart und zerbrechlich.
Jetzt sei eine selbstbewusste, starke, junge Frau aus mir geworden.
Manchmal seh ich das auch so.
Manchmal nicht.

Ich habe mich lange nicht mehr gewogen. Die Waage hat mein Freund in meinem Kasten verstaut.
Ich überlege nur mehr ganz selten, ob ich das jetzt essen soll, weil es dick macht. Ich esse das, worauf ich Lust habe. Hauptsächlich Schokolade, Eis und Haribo.
Manchmal fühl ich mich trotzdem gut.
Meistens ist es mir egal.
Manchmal fühle ich mich dick.

Meine Therapeutin findet es erstaunlich was sich in den 1 1/2 Jahren alles getan hat.
Ich auch.
Trotzdem solle ich aufpassen, dass das nicht kippt.
Das weiß ich.

Ich habe eigentlich Ferien. Aber ich muss noch eine Arbeit schreiben bis August. Ich muss Arbeiten. Ich muss ein relativ großes Projekt für die Uni machen. Ich fange Ende August mit meiner Bachelorarbeit an. Am 17. August soll ich eine große Prüfung schreiben, für die ich noch sehr viel lernen muss. Ich muss weiterhin zur Therapie. Ich muss weiterhin Medikamente nehmen. Ich muss mich um meine Tiere kümmern. Ich muss mich um die Beziehung mit meinem Freund kümmern. Ich muss mit meinem Hund trainieren und den Verein unterstützen. Ich muss versuchen Freundschaften aufrecht zuerhalten. Ich muss meine Eltern mal wieder besuchen.
Ich muss...
Ich muss auf mich acht geben.

Ich könnte Hilfe gebrauchen.
Aber es ist keiner da.
Ich bin.
Allein.

Montag, 4. Mai 2015

Existenz

Ich existiere noch.
Ich lebe noch.
Irgendwie.
Irgendwo.
In mir.


Grundsätzlich geht es immer mehr bergauf.
Ich hab nun einen Samstags-Job.
Ich hab dies und ich hab jenes.
Ich hab zugenommen.
Ich habe ewig nicht mehr gekotzt.
Ich habe mich schon lange nicht mehr verletzt.

Tja, alles in allem, hört sich das alles sehr positiv an. Nicht?

Mir geht es trotzdem nicht gut. In mir wird es wieder dunkler. Von Tag zu Tag.
Mein derzeitiges Gewicht, das alle gut finden, bringt mich täglich zum verzweifeln.
Der Job macht mir Spaß, aber überfordert mich gleichzeitig auch maßlos.
Uni steht. Da tut sich nix mehr. Ich komm nicht mehr weiter.
Meine Freunde distanzieren sich immer mehr. Sie fehlen mir.
Mein Freund will immer mehr von mir. Aber nicht das, was ich möchte. Er bedrängt mich.
Nein, macht er nicht. Er verhält sich gan normal. Ich bin nur überempfindlich und fühle mich bedrängt.
Mittlerweile fehlt mir sogar meine Familie.
Ich gelte immer als die Starke, aber ich fühle mich so schwach wie Wackelpudding.

Meine Existenz soll enden.
Ich mag sie nicht.
Ich wäre lieber nicht so real.

Mittwoch, 4. März 2015

Tag

Endlich werde ich den Tag von la jeune fille machen.

1) Gibt es etwas, was du immer bei dir trägst? 
Nein, eigentlich nicht, bzw. nicht mehr.
2) Wann hast du das letzte Mal von Herzen gelacht? Warum?Ich weiß, dass es noch gar nicht soooo lange her ist, aber wirklich dran erinnern kann ich mich nicht mehr.
3) Welches ist dein Lieblingsland? Warum? Mein Lieblingsland ist Norwegen. Es ist eines der wenigen Länder in denen ich bisher war. Wir machten zu dritt eine Tracking-Tour quer durchs Land, dabei sah ich so viele wunderschöne Gebirge, Täler, Pfalnzen, Seen, Fjorde,.... es war wundervoll
4) Gibt es einen Menschen, bei dem du wirklich du selbst sein kannst? Bei dem du dich richtig wohlfühlst? Wer? Hat es gegeben, bis dieser Mensch einfach aus meinem Leben verschwand und sich nicht mehr bei mir meldete. Mittlerweile gibt es da meinen Freund, aber so ganz Ich selbst kann ich da zur Zeit nicht sein. Kleinere Problemchen, die in einer Beziehung wohl dazu gehören.
5) Welches ist dein aktuelles Lieblingszitat?
 Kann mich gerade nicht entscheiden und schreibe daher mal 2 auf:
-
Bin ich nach all den Jahren eigentlich überhaupt noch ich? Oder bin ich inzwischen jemand anders, jemand, der nicht zählt? Weil ich die normale Zeit verpasst habe und seitdem in einer anderen lebe, einer eisigen Zeit, die unaufhörlich um sich selbst kreist und vergisst fortzuschreiten. (Lilly Lindner – Splitterfasernackt)
- Es ist schwer, leicht zu tragen zu sein. (Lilly Lindner – Splitterfasernackt) 
 
 
Ich werde erstmal niemanden tagen. Bitte verzeiht.
Es wird auch wieder eine Zeit kommen, in der ich mehr blogge und dann gibt es sicher auch mal wieder einen Tag ;)
 
Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, ich wiege mittlerweile furchtbare 48kg und komm damit nicht gut klar, deshalb verdränge ich es. Uni hat wieder begonnen, damit komme ich auch nicht gut klar, mit meinem Freund läuft es zur Zeit auch nicht ganz so gut (aber noch lange kein Grund zur Sorge) und generell, alles etwas düster, aber es ist noch ok.
 
Alles Liebe an euch <3

Auch Kommentare werden demnächst beantwortet. (wenn ich das nächste mal nicht bei meiner Seminararbeit weiter komme)

Freitag, 13. Februar 2015

Beziehungsleben vs. Einsamkeit

Hey meine Lieben,

mein letzter Post ist doch schon eine Weile her.
Ich wurde von der lieben Emma getaged. Natürlich werde ich mitmachen, aber nicht heute.

Eine Weile ging es mir jetzt echt gut, aber die letzten paar Tage/ Wochen zogen mich wieder weit in die Tiefe.

Seit ca. 5 Monaten bin ich nun in einer Beziehung mit M.
M. liebt mich über alles, er nimmt sehr viel Rücksicht auf mich, er versucht mich immer zu verstehen, er ist extrem geduldig und ich könnte keinen besseren Freund finden.
Ich hingegen bin absolut beziehungsunfähig.
Klar, das wusste ich von Anfang an. Aber alle meinten, dass das schon wird, dass man das auch lernen könnte, ich müsste mich halt an die neue Situation gewöhnen ,......
Zwischendurch dachte ich, die hatten alle recht.
Jetzt versinke ich.
Mal wieder.
Im Tiefschnee.

Ich komme mit der körperlichen Nähe nicht klar. Ich finde es angenehm von ihm massiert oder berührt zu werden. Ich küsse ihn auch sehr gerne. Aber mehr mag ich nicht.
Ich weiß, dass das nicht normal ist. Wir sind jetzt 5 Monate zusammen und hatten noch keinen Sex.
Logisch, dass er denkt, ich würde ihn nicht attraktiv finden. ABER DAS IST ES NICHT!!!
Ich finde ihn wunderschön, und ich würde ihn alles mit mir machen lassen, aber ich empfinde dabei NICHTS.
Warum kann ich nicht in einem Punkt mal normal sein???
Ich verstehe das nicht.
Ich weiß nicht wie diese Beziehung weitergehen soll. Ich will ihn nicht mehr länger quälen, auch in anderen Punkten. Aber ich kann ihn auch nicht einfach gehen lassen. Vor allem weil er freiwillig auch nicht gehen würde.
Ein weiterer Punkt ist, dass mir Zeit für mich fehlt, Zeit um allein zu sein, Zeit um nachzudenken, und auch Zeit für meine Essstörung und das SVV. Ob das gut ist? Ich weiß es nicht. Einerseits ja, andererseits bringt es mich fast um, "meine Krankheiten so zu verraten".
Ich kann mein "altes" Leben einfach nicht loslassen.
Einerseits bin ich oft so unendlich glücklich mit meinem Freund, andererseits wünsche ich mir aber auch oft mein einsames Leben von davor zurück. Ich, mein Hund und meine Krankheiten.

Vielleicht besteht da auch eine Verbindung dazu, dass ich mittlerweile wieder furchtbare 47kg wiege? Einfach schrecklich!!! Ich könnte heulen.

Bis bald. Ich hoffe ich komm in nächster Zeit wieder etwas öfter zum bloggen, und vor allem dazu, eure Blogs zu lesen

<3

Dienstag, 27. Januar 2015

erstes Mal getaged

Wenn du getaggt wurdest, beantworte mein Fragen, schreibe fünf neue auf und tagge andere. ♥

1) Woran denkst du, wenn du das Wort 'Schnee' hörst?
     Weiß, Reinheit, Leichtigkeit, weich, Flöckchen, Ruhe, Sanftheid, Zufriedenheit
2) Was ist dein momentaner größter Wunsch?
     Gesund und zufrieden zu werden/sein
3) Wohin zieht es dich?
     Immer zu Tieren, vorallem Hunden und immer Richtung Norden.
4) Was liebst du? 
     Meine Hunde, meine Meerschweinchen, meine Mäuse, meinen Freund und die Natur
5) Was empfiehlst du?
     Ich empfehle das Leben leichter zu nehmen, weniger Wert auf materielle Dinge zu legen, aber auch weniger Wert auf die Meinung anderer und generell einfach weniger nachdenken.


Meine Fragen:

1) Was ist deine Lieblingspflanze?
2) Warum hast du angefangen zu bloggen?
3) Knüllst oder falltest du das Klopapier? (Sorry falls euch das zu intim ist, ich finde es immer total lustig das einfach mal in die Runde zu fragen, und die Reaktionen abzuwarten :D)
4) Was fällt dir spontan zu dem Satz 'Wahnsinn mach wann Sinn?' ein?
5) Was ist das nächste Ziel (Zwischenziel), dass du erreichen möchtest?

Ich tagge:
Lee
Emma
Sternenstaub
Tee Fee
Lia

Montag, 12. Januar 2015

Neue Überweisung

Hatte heute mal wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin.
Das letzte Mal bekam ich ne Überweisung für ne Blutabnahme.
Natürlich bin ich da mal wieder nicht hingegangen. 
Also heute ne neue Überweisung da bei der letzten das Datum schon zu alt war. 
Auf ein Neues. 

Der Sinn dahinter soll sein, dass mir anhand der Blutwerte klar wird,  dass das Ritzen auch tatsächlich andere Schäden anrichtet. Z.B.: Eisenmangel, Anämie,...
In der Hoffnung,  dass es mir danach leichter fällt mit dem Schneiden aufzuhören und Verantwortung zu übernehmen.

Mein Freund kommt mit.  Da ich sonst vermutlich vor der Tür des Labors wieder umdrehen würde. 
Diesmal ist die Überweisung direkt an ein Labor. So muss ich wenigstens nicht zu diesem doofen Arzt,  der mich nicht ernst nimmt.

Hab jetzt schon Angst vor den Ergebnissen. 

<3

Donnerstag, 8. Januar 2015

elende Lügnerin

Lang hab ich nichts mehr geschrieben.
Das hatte auch Gründe. Mir ging es oft richtig gut und ich hab seeehr viel unternommen und hatte gar keine Zeit zu posten. Oder einfach keine Lust mehr.
Außerdem wollte ich den 100. Post positiv und zu was besonderem machen...

Aber ich bin gerade am Fallen. Ich warte auf den Aufschlag und hoffe, diesen nicht zu überleben.

Nebeneinander am Bett sitzend spielen wir gegeneinander QuizDuell. Er ist am Gewinnen. Er, mein Freund M. Bevor er die letzten 3 Fragen beantwortet hat, liegt er schon um einen Punkt vorne. "Was für ein blödes Spiel!", sage ich lachend und lasse mein Smartphone aufs Bett fallen. Er spielt die letzte Runde gar nicht mehr, richtet sich den Polster und streckt die Arme nach mir aus. Glücklich lege ich mich neben ihn und lasse mich von seinen Armen umfassen und genieße die Sicherheit des Gehaltenwerdens. Absolut ruhig und entspannt liegen wir da. Sein Kopf dreht sich langsam in Richtung des meinen. Auch ich bewege mich wie in Zeitlupe auf seine Lippen zu. Wir küssen uns. Er umfasst mich und hebt mich sanft auf sich drauf. Ich sehe in an und denke mir noch, ich sollte es ihm sagen. Doch ich weiß nicht wie. Ich bringe kein Wort aus meinem Mund, meine Kehle ist staubtrocken und meine Stimme verschwunden als wären meine Stimmbänder eingefroren. Wir sehen uns an. Er erkennt mein falsches Lächeln nicht und küsst mich erneut. Anfangs sanft, später fordern, mehr wollend. Ich mache mit. Wehre mich nicht. Im Gegenteil. M.'s Hände schieben sich unter meinen Pullover und ziehen ihn vorsichtig über meinen Kopf. Seine Lippen wandern über meinen Hals weiter zu meinem Dekolleté. Ich spüre seine Erregung unter meinen Fingerspitzen, spüre, wie er seine Muskeln anspannt. Eine Welle der Erregung erfährt auch mich.
Doch diese Welle verwandelt sich Blitzschnell in einen Schock der mich durchfährt als hätte mich ein Blitz getroffen, als er mein Shirt hochzieht. Angespannt liege ich da, kneiffe meine Augen zu und hoffe nur noch, dass er es nicht bemerkt oder einfach ignoriert.
Vergeblich. Seine Lippen stoppen aprupt, als er mit seinen weichen, aber sehr wohl kräftigen Männerhänden über den restlichen Schorf des Wortes "FAT" auf meinem Bauch streift, die Augen aufschlägt und all die Farbe aus seinem Gesicht weicht.
Sein Blick wandert hoch in mein Gesicht. Ich kann den Blick nicht ertragen, greife mir den Polster und drücke ihn über meinen Kopf. Reglos bleibe ich liegen, Die Luft wird knapp, aber das ist mir egal. Still und leise verfluche ich mich und beginne auf meinen Lippen herum zu kauen.
Nach einer Weile greift eine Hand nach mir und umarmt mich. Im ersten Moment denke ich mir: "Alles wird gut.", aber nein. Nichts wird gut. Er zieht sein Shirt an, ich lege meinen Kopf wieder auf den Polster, wage es aber nicht, ihm in die Augen zu sehen und bleibe stumm liegen.
Unerwartet nimmt er sein Handy und tippt darauf herum. Eine gefühlte Ewigkeit später setze ich mich auf, und auch ich ziehe mir meinen Pulli über, greife zu meinem Handy und suche mir die nächste Busverbindung raus. Da steht M. auch schon auf, schlüpft in eine andere Hose, was für mich das Signal zum Aufbruch bedeutet. Darauf bedacht ihn nicht anzusehen schnappe ich mir meine Jacke und murmle: "Ich kann auch mit dem Bus fahren." Selbstverständlich ignoriert er diesen Satz; wie immer.
Kommentarlos öffnet er die Tür, ruft seinen Eltern zu, dass wir fahren, ich noch ein gut gelauntes: "Ciao" hinterher und ohne weitere Worte verlassen wir das Haus, steigen ins Auto und fahren los.
So unwohl wie in diesen 20 Minuten fühlte ich mich schon lange nicht mehr. Wie eine Leiche starrte ich aus dem Fenster und kaute auf meinen Lippen weiter.
Mit einem leisen, aber bestimmten "Tschau und Danke" verabschiede ich mich und will erleichtert, endlich aus dieser Hölle zu fliehen aussteigen. Da packte M. mich am Arm, zog mich zu ihm, küsste mich auf die Stirn und lies mich wortlos gehen.
Mit Tränen in den Augen betrat ich das Haus. So sehr als Versager, fühlte ich mich schon lang nicht mehr.

......... dazu will ich noch erwähnen, dass wir erst gestern eine Diskussion darüber hatten und er fragte, ob denn mein Arm noch in Ordnung sei. Ich hab natürlich mit "ja" geantwortet, denn mein "Arm" ist ja in Ordnung...nach meinem Bauch hat er ja nicht gefragt
und ich hab nicht damit gerechnet, dass wir uns vor dem Wochenende noch sehen und dachte, bis dahin bringe ich es so hin, dass es nicht auffällt...
tja, blöd gelaufen