Achtung!

Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.

Freitag, 18. Juli 2014

Aufgeben?

Wie der Titel schon sagt, bin ich am überlegen, ob ich nicht doch aufgebe.
Ich kann nicht mehr.
Ich weiß nicht weiter.
Bin einfach am Ende.
Habe keine Kraft mehr.


Normalerweise geben mir meine Hunde Kraft. Sie holen mich oft wieder runter auf den Boden der Realität, wenn ich nicht mehr aus und ein weiß. Sie geben mir einen Sinn. Wenn ich sie sehe, weiß ich wofür ich weiterleben soll.
Aber in den letzten Tagen wird das immer weniger.
Im Gegenteil. Manchmal überfordern sie mich und bringen mich noch mehr zur Verzweiflung.

Mit meiner Mutter stimmt etwas nicht.
Sie wird immer unselbständiger, verheimlicht uns, wenn sie etwas nicht kann und fragt gar nicht mehr um Hilfe wenn etwas ist mit dem sie nicht klar kommt.
Sie lässt sich auch nicht helfen, wenn man fragt ob man was tun kann oder ihr etwas erklären soll. Sie lässt es einfach und tut als hätte sie das gar nicht machen wollen oder wär da gar nix zum erledigen.
Morgen will sie zu ihrem Bruder fahren.
Papa und ich wollen sie aber nicht mehr alleine Autofahren lassen. Schon gar nicht so weit (3/4h ca)
Also habe ich gesagt, dass ich gern mitkommen würde was absoluter Blödsinn ist, damit ich mit dem Auto fahre und nicht sie. Sie fährt immer schlechter Auto. Übersieht vieles, bremst ohne Grund zusammen, erschrickt bei einem entgegenkommenden Auto obwohl die Straße breit genug für beide ist,... es ist furchtbar.
Es macht mir Angst. Viel zu viel Angst. 


Mein ganzes Leben wurde durch Krankheiten und Krankenhausaufenthalte meiner Eltern bestimmt. Ich musste immer Rücksicht nehmen. Waren beide im Krankenhaus kam ich halt zu meiner Oma mit der ich nicht klar komme und die mich hasst.
Ich habe keine Kraft mehr für so etwas! Wie soll ich jemals lernen auf mich aufzupassen und mich um mich selbst zu kümmern, wenn ständig die Menschen rundherum diese Fürsorge brauchen. Diese Rücksicht. Dieses "um jemanden kümmern".

Heute wurde ich spontan zum Grillen eingeladen. Ich wäre soooo gern hin gegangen und doch hocke ich hier und schreibe diesen Post.
Warum?

Weil:
  • ich morgen Früh mit meiner Mama dahin fahren muss.
  • ich Angst vor dem Essen bzw. den Kommentaren beim Nichtessen habe
  • mein Vater nicht wollte, dass ich "so spät" noch "so weit" fahre, schon gar nicht da ich morgen Früh auch "weit" fahren muss (natürlich hat er das nicht gesagt, sondern mich nur durch den Unterton wissen lassen)
  • ich fürchtete nicht hin oder heim zu finden
  • ich meinem kleinen Hündchen Ruhe gönnen wollte
  • ich zur Zeit einfach so unter Stress stehe
  • ich Angst hatte nur blöd daneben zu sitzen
  • ich feig und unfähig bin!

Im Hundekurs war ich total unkonzentriert. Es war furchtbar. Ich weiß nicht ob es überhaupt noch Sinn macht hin zu gehen, wenn ich dann geistig sowieso nicht da bin.
Aber mein Hund hat ein Recht darauf.
Ich bin dann als alle weg waren noch alleine dort geblieben, hab meine Hunde laufen lassen und mir nebenbei den Arm aufgeschlitzt.
Nein, nicht nur einmal.
Pflaster drüber geklebt. Hunde ins Auto gepackt. Gesehen, dass durch die Pflaster durch ein riesiger roter Fleck auf meiner weißen Weste ist. Wieder rein gegangen. Weste gewaschen. Noch ein Pflaster über die anderen drüber geklebt. Heim gefahren.
Damit es ja nicht auffällt, wenn ich die Weste in die Wäsche werfe.

Heute Nachmittag hatte ich ein Eis. Ich wusste, dass ich das wieder loswerden will und habe dann auch noch eine Nutella-Semmel gegessen. Danach aufs Klo. ES GING NICHT!!!
Jetzt habe ich diese ganze Scheiße in mir und noch viel mehr.
Ich bin nur noch am Fressen. Frustfressen. Versuche die Leere zu füllen.
Durch die Gewichtszunahme fühle ich mich dann natürlich noch viel schlechter.
Ein Teufelskreis. Aus dem ich nicht mehr raus komme.

Bin gerade kurz davor zu heulen. Aber was würde es mir bringen? Gar nichts!
Wenn wenigstens jemand zum Reden hier wäre.
Ich will aufgeben. 
Ich bin einfach am Ende.
Ich will nicht mehr leben.

Hasse das Leben.
Hasse mich. 


<3
Ich hoffe, dass es euch gerade besser geht meine Süßen ;)
Und mal ein RIESIGES DANKE! an alle die das hier lesen

2 Kommentare:

  1. Wenn du reden magst, cih bin immer da. Schrieb mir einfach. Du schaffst das. Gib nicht auf! ♥

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