Achtung!

Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.

Freitag, 4. Juli 2014

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Sie sind wieder da.
Die bösen Gedanken und die Angst.

Gedanken wie: Ich hab das kleine Hundebaby nicht verdient. Sie sollte ein besseres Frauchen haben. Ich kriegs nicht hin. Bin unfähig. Werde es nie schaffen Verantwortung zu übernehmen.
Panische Angst ich würde mich nicht gut genug um die Kleine kümmern. Angst, dass sie mich nicht mögen könnte. Angst vor allem und jedem. Einfach Angst vor dem Leben.
Gestern hab ich noch mit der Therapeutin darüber geredet und gedacht ich krieg's hin.
Aber am Abend lag ich dann heulend im Bett vor Verzweiflung und dieser unendlichen Angst.

Heute morgen beim Gassi gehen, lief sie mir direkt vor die Füße, ich bin ihr nicht auf die Pfote gestiegen sondern hab sie nur mit dem Fuß "weggeschoben" sie hat fürchterlich geschrien.
Ich weiß, das sowas passiert, auch anderen. Sie hat sich nicht weh getan, es war nur der Schreck. Aber ich mache mir Vorwürfe. Vorwürfe sie verletzt zu haben. Habe Angst sie könnte mir nicht mehr vertrauen.

Woher kommt diese Angst? Ich kann es einfach nicht verstehen.
Ich wusste schon vorher, dass es schwierig werden wird. Mit dieser übertriebenen Angst rechnete ich jedoch nicht.
Meine Erfahrung mit Hunden ist doch immer noch da. Ich hab mit dem Älteren 2 mal den Vereinsmeistertitel geholt und 13 Pokale gewonnen. Also warum zweifle ich jetzt so an mir?

Mir ist klar, dass es auch immer wieder Rückschläge gibt auf dem Weg aus der Finsternis.
Nur rechnete ich nicht damit in diesem Zusammenhang.
Die Hoffnung, dass mir Keewah hilft wieder zurück ins Leben zu finden und durch sie etwas an Selbstvertrauen zurück zu bekommen schwindet immer mehr.
Im Gegenteil. Es ist als würde es mich überfordern. Und mit Überforderung kann ich bekanntlich gar nicht umgehen.

Mein Mitbewohner hat vorher auf sie aufgepasst während ich meine Prüfung schrieb.Wenigstens die hab ich hinbekommen, denke ich. Wenn schon sonst nichts funktioniert.

Gegessen habe ich noch nichts. Ich hab gerade zu viel Angst vor dem Essen.

(Pause, es klopft an der Tür)
Toll!!! Mein Mitbewohner L. hat gerade gefragt, ob ich mit ihm was trinken gehe heute.
Was mach ich bloß?!
Wir wohnen schon seit 2 Jahren hier, und haben noch keine 10 Sätze miteinander gesprochen (außer heute)
Ich hab zugesagt. PANIK!!!
Aber meine beste Freundin kommt auch mit. Und Keewah muss ja auch mit, also bin ich nicht alleine. Aber die Kalorien? :O
Schei*e!

Der Druck mich zu verletzen wird gerade sehr groß. Ich weiß nicht ob ich standhalten kann.
Zudem ist heute auch noch ein neuer Mitbewohner eingezogen. Er wirkt zwar nett, aber kann fast nicht Deutsch. Problem an der Sache: Mein Englisch ist mehr als mies und ich trau mich nie englisch zu reden, weil ich mich so dafür schäme.

Heute gibt es ein Foto von meiner Katze Minki. Sie ist die einzige die mich IMMER aus meinem Loch raus holen kann. Leider ist sie nicht hier, sondern bei meinen Eltern, aber ich weiß, dass sie mich liebt. Die einzige von der ich das sicher weiß. Und somit das wichtigste in meinem Leben. Auch wenn ich Keewah liebe und versuchen werde alles zu geben um ihr ein schönes Hundeleben zu ermöglichen.

Der Tag an dem ich aufhören werde dich zu lieben
ist der Tag an dem ich meine Augen
für immer schließe <3

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