Achtung!

Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.

Montag, 7. Juli 2014

Sorgen und Ängste

Ich weiß gar nicht wie oder wo ich anfangen soll =/

So schlimm war die Zeit mit meiner besten Freundin I. noch nie. Ich mein, ich hab sie so wahnsinnig gern, aber es war mir zu lang und zu viel.
Sie kam mit meinem Hund nicht richtig klar, war ständig von Keewah genervt, hat immer ewig lang geschlafen, während ich um 6 Uhr mit dem Keewah raus musste und sie danach bis Mittags beschäftigen, weil sie I. sonst nicht schlafen lassen hätte.
Außerdem wussten wir nie was wir machen sollten, und zu reden hatten wir letztlich auch nicht mehr viel. Das ich schon sehr gereizt war hat sie heute dann mal zu spüren bekommen. Hab sie total angezickt, aber mich auch gleich danach entschuldigt.
Jedenfalls bin ich erstmal froh Abstand zu haben.

Heute war das Gespräch mit dem Professor wegen meiner Bachelor-Arbeit. War wirklich sinnlos. Kurz zusammengefasst: Er hat gerade kein laufendes Forschungsprojekt, ich soll mich im Herbst noch mal melden, bis dahin überlegt er sich etwas wo er mich mit einbinden kann. Somit werde ich meine Arbeit erst Frühling bis Sommer nächsten Jahres schreiben.
Einerseits bin ich erleichtert, das jetzt nicht auch noch machen zu müssen, und dafür hoffentlich ein paar Prüfungen nachzumachen.
Andererseits belastet mich das schon. Ich hab damit jetzt fest gerechnet und mich darauf eingestellt. Vor allem hatte ich die Hoffnung, dass mich das auch wieder ein bisschen motiviert und mich im Studium ein großes Stück voran bringt. Wär auch mal ein wenig Abwechslung zum Uni-Lern- Alltag.
Aber ist wie es ist, ich muss lernen damit umzugehen.

Nächstes Problem: Ich hab mein Antidepressivum in meiner Wohnung vergessen. Keine Ahnung was ich jetzt machen soll?! Ich komm erst Sonntag oder Montag wieder Heim.
Wenn ich so lange darauf verzichte, geht es mir sicher total mies und hab auch ein bisschen Angst vor Entzugserscheinungen.
Mein Hausarzt ist morgen auch nicht da.
Vielleicht am besten, ich versuche morgen mal einen Tag ohne, und schau am Mittwoch zum Hausarzt ob mir der ein Rezept dafür geben darf.
Wenn alles nicht funktioniert muss ich nochmal 300km mit dem Zug zur Wohnung und wieder 300km zurück. Sprich 6 Stunden zugfahren nur um die Tabletten zu holen.



Was mir auch noch Sorgen bereitet ist, dass mein alter Hund Benny die kleine Keewah heute ständig anknurrte wenn sie mit ihm spielen wollte. Ach, keine Ahnung wie das jemals funktionieren soll.
Bin am Überlegen ob ich mal eine Privatstunde bei meiner Trainerin buche, damit die sich die Situation mal ansieht, blöderweise fehlt mir dazu aber das Geld.

Essenstechnisch und gewichtsmäßig sieht es furchtbar aus.
Ich fresse nur noch Mist und in Unmengen. Gerade bei meinen Eltern kann das nur noch schlimmer werden. Und dann auch noch ne ganze Woche :O
Ich fühle und sehe mich zur Zeit wirklich als dick. Normalerweise funkt da noch der Verstand dazwischen, heute hält er die klappe und akzeptiert die Stimme als würde sie zu ihm gehören.
Letzte Woche freute ich mich noch, dass ich diese Woche nicht zur Thera muss. Jetzt kommen Zweifel und Angst ohne diesem wöchentlichen Gespräch noch tiefer zu sinken.

Die Hoffnung und beinahe schon Überzeugung ein eigener Hund würde mir psychisch gut tun und mir den Weg erleichtern ist schon so gut wie zerschlagen. Ich liebe meine Keewah und wenn ich sie schlafen sehe, oder sie mich zu mir kuschelt könnte ich vor Liebe, Freude und Stolz weinen, aber mir selber, ganz tief im Herzen geht es schlecht. Ich habe das Gefühl es wird schlimmer anstatt besser, obwohl es äußerlich anders wirkt und auch ich mir dachte es geht bergauf.
Vielleicht war das nur kurz eine kleine Steigung bevor ich endgültig falle?



Und dann fall ich

Manchmal steh ich ganz oben.
An der Spitze.
Ich fühle mich gut.
Schön. Schlank.
Und ich bin von mir überzeugt.
Als wäre ich unbesiegbar.
Und dann fall ich.

©Steppenwölfin

 

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