Achtung!

Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.

Montag, 17. November 2014

Werden mich meine Beine weiterhin tragen?

Ja, diese Frage stelle ich mir jetzt seit Stunden.
Aber ich habe es bis nach Hause geschafft, jetzt kann nicht mehr viel passieren.

Heute war der erste Tag der Übung. Und ich bereue es sehr, heute Morgen aufgestanden zu sein um dort hin zu gehen. Denn der Tag war furchtbar.
Den Eingangstest hab ich völlig verkackt, ich bin in einer Gruppe, in der ich mich absolut nicht wohl fühle. Psychisch geht es mir zur Zeit eh nicht gut, aber heute ging es mir auch körperlich richtig, richtig schlecht. In der Mittagspause hab ich mich dazu gezwungen etwas zu essen, weil mir da schon etwas schwummrig war und ich nicht im Labor umkippen wollte. Hat aber eigentlich gar nichts gebracht. Nach der Übung auf dem Weg zum Bus, musste ich mich mal setzen, weil ich bei jedem Schritt Angst hatte, dass meine Beine nicht mehr standhalten.
Sie fühlten (und fühlen sich noch immer) schwammig an. Kaum bewege ich meinen Kopf beginnt sich alles zu drehen. Ich bekomm nur noch wenig mit, was rund um mich geschieht.
Was das ganze im Labor aber wirklich schwierig macht. Da ich absolut keinen Plan hatte was zu tun war, während die anderen fleißig dahin gearbeitet haben.
Ich hab die ganze Zeit versucht mich zurück zu halten um so wenig wie möglich tun zu müssen. Nicht weil ich faul bin, sondern einfach aus Angst es falsch zu machen weil ich nicht wusste was zu tun war.
Dann drückte mir ein Professor die Handschuhe in die Hand um mit dem flüssigen Stickstoff zu arbeiten. Panik stieg auf. Aber ich hab es gut hinbekommen.

Allerdings hab ich keinen blassen Schimmer, wie ich die nächsten 4 Tage im Labor überstehen soll.
Ich weiß auch nicht ob meine Schwäche am Essen liegt. Daher bin ich stark am Überlegen, ob ich mir noch Nudeln mit Sugo kochen soll.
Einerseits hoffe ich, dass ich dadurch Kraft für morgen tanken kann.
Andererseits habe ich heute wirklich viel gegessen (1 Laugenstange, 1 Semmel, 125g Chervais, 2 Fruchtschnitten und ca. 1/2 Packung Katjes Grün-Ohr-Bärchen) wodurch ich mich ziemlich mies fühle, wenn ich jetzt noch etwas esse. Vor allem Kohlenhydrate um diese Uhrzeit. Vorallem auch dadurch, da ich ja nicht weiß, ob das wirklich am Essen liegt :/

Ach, was soll ich bloß machen?

Hilflose, verzweifelte Grüße,
Steppenwölfin

3 Kommentare:

  1. Iss etwas Liebes,.. Das klingt gar nicht gut und dann geht es dir bestimmt besser. Das gehirn braucht Energie zum arbeiten. ♥

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  2. Danke, ich glaube du hattest recht.
    Hab mir tatsächlich noch Nudeln gekocht. Leider auch wieder versucht diese loszuwerden, hat aber eh nicht geklappt. Bloß die Buttermilch kam wieder raus.
    Fühle mich schon etwas besser, aber hab einfach riesen Angst vor Morgen.

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  3. Hey, das tut mir wahnsinnig leid. Ich mach mir Sorgen um dich, obwohl es mich ein wenig beruhigt zu hören, dass du etwas gegessen hast.
    Traurig macht mich, dass du versucht hast, die Nudeln wieder loszuwerden.. Das muss doch nicht sein. Aber was erzähle ich da, ich kann dich natürlich so so gut verstehen.
    Es ist schwer auf seinen Körper zu hören, wenn er nach Essen fordert.
    Schwerer als alles andere.


    danke für deine Worte♥ Der Psychiater kam, weil ich in der Zeit im KH keinen einzigen Bissen gegessen habe. Aber primär kam er, weil die Ärzte natürlich meine Narben an den Armen gesehen haben...

    Alles Liebe, ich drück dich
    Emma

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