Mir ist heiß. Mein Magen fühlt sich an, als würde im nächsten Moment alles hoch kommen.
In meinem Kopf ist so ein dumpfes Gefühl von Schmerz.
Immer wieder läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Zusammengefasst: Es fühlt sich an, als würde ich jeden Moment explodieren.
In Folge dessen, sitze ich jetzt hier und versuche mir einiges von der Seele zu schreiben, während das silberne Metallplättchen neben dem blutigen Taschentuch liegt, mit dem ich immer wieder meinen Arm abtupfe, damit ich diese klebrige Flüssigkeit nicht im ganzen Bett verteile.
Es hat einige Schnitte lang gedauert, bis die gewohnte Erleichterung eintrat. Einen Atemzug später ist die Anspannung von vorher in erheblich größerem Maße wieder da.
Wie eine Pistolenkugel trifft mich der Gedanke daran, dass meine Therapeutin am Mittwoch das erste Mal meinen Arm sehen will.
Der Vorsatz mich bis dahin nicht zu verletzen, ist gerade kläglich gescheitert. Mal wieder.
Meine Gedanken drehen sich. Sie drehen sich, bis ich nicht mehr weiß, ob sich tatsächlich nur meine Gedanken drehen, oder ich mich als ganzes. Vielleicht dreht sich auch einfach die Welt? Aber ohne mich?
Gedanken wie: Wird sie mich eklig und abscheulich finden, wenn sie meinen Arm sieht? Wird sie geschockt sein, weil es so viele Narben und Wunden sind? Oder wird sie denken: "Oh nicht schon wieder eine mit 2, 3 Kratzern, die glaubt sie wäre die einzige mit ein paar Problemen."?
Ich habe keine Ahnung. Aber am Mittwoch werde ich es erfahren. Ob ich will oder nicht. Einzige Möglichkeit dem zu entkommen: Nicht hin gehen.
Aber was hab ich davon? Wird es mir desshalb besser gehen? NEIN!
Achtung!
Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.
Hey Steppenwölfin,
AntwortenLöschenhast du eigentlich mittlerweile einen Follow-Button? Vielen Dank für deinen Kommentar! :) Das mit der Liste finde ich eine gute Idee. Nur leider habe ich jetzt schon was gegessen, und das ist nur noch gerade so im Rahmen. Aber passt schon. Hoffentlich.
Bin dabei, "Lucian" zu hören. :)
<3