Achtung!

Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.

Donnerstag, 14. April 2016

Die Welt ist voller Hundehasser!

Gestern war ich -mal wieder- eine Wohnung besichtigen.
Im Vorhinein habe ich natürlich gefragt, ob Hunde erlaubt sind, es hieß: bis kniehöhe ist gestattet.
Die Maklerin war sehr nett, und die Wohnung war schön. Gut aufgeteilt, groß, leistbar,...
Ich habe mich heute schlussendlich entschieden, dass ich die Wohnung nehmen werde.
Nach monatelangem!! Suchen war endlich etwas greifbar. Die Mutter meines Exfreundes und ich haben schon über die Einrichtung geredet.

JA, ICH DACHTE MEIN LEBEN GEHT WEITER!

Und das erste Mal seit Wochen war ich mir wieder sicher, dass ich das Studium weiter mache und hier bleibe.

Vor 2 Stunden rief mich die Maklerin an: "Hallo ...., tut mir Leid, dass ich mich so spät melde, aber ich komme gerade erst von den letzten Terminen. Leider habe ich schlechte Nachrichten. Die Vermieter wollen doch keinen Hund in der Wohnung haben."

Anfangs war ich noch recht gefasst. Das Gespräch ging noch weiter. Sie wird weiterhin schauen, ob sie etwas findet das für mich passen könnte. Wirklich sehr nett von ihr, denn das müsste sie nicht tun. So eine engagierte Maklerin hab ich bisher noch nicht getroffen.

Ein paar Minuten nach dem Beenden des Gespräches ist meine Welt mal wieder zerbrochen.
Hoffnung ist eben doch nur eine Lüge.
Ich weiß nicht wie viele Absagen ich in den letzten Monaten wegen meinem Hund bekommen habe, aber ich denke ich bin schon bei über 30.
Dazu möchte ich erwähnen, dass mein Hund KLEINER als eine Katze ist. Die hat nur 3 Kilo, unser Kater hat 6.
Wie es nun weiter geht weiß ich nicht. Für mich macht es keinen Sinn mehr weiter nach Wohnungen zu suchen. Für mich macht es auch keinen Sinn mehr weiterhin zu studieren.
Für mich macht das LEBEN keinen Sinn mehr.

Die Prüfung am Montag kann ich vergessen. Warum? Weil ich mich auf die SINNLOSE Wohnungssuche konzentriert habe, anstatt aufs Lernen.

Wie soll man etwas aus dem Leben machen, wenn man ständig um die Grundlagen kämpfen muss?
Wenn man ständig darum kämpfen muss, sich nicht zu verletzen?
Wenn man ständig darum kämpfen muss, sich vernünftig zu Ernähren?
Wenn man ständig darum kämpfen muss, irgendwo wohnen zu dürfen?
Wenn man ständig darum kämpfen muss, gesehen und akzeptiert zu werden?

Ich hoffe euch geht es besser.
Schaut auf euch und kämpft weiter, egal was ist.
Ich werde wohl auch weiterkämpfen müssen.
Und irgendwann werden auch wir uns etwas ERkämpfen!

Eure Steppenwölfin

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