Achtung!

Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.

Mittwoch, 4. März 2015

Tag

Endlich werde ich den Tag von la jeune fille machen.

1) Gibt es etwas, was du immer bei dir trägst? 
Nein, eigentlich nicht, bzw. nicht mehr.
2) Wann hast du das letzte Mal von Herzen gelacht? Warum?Ich weiß, dass es noch gar nicht soooo lange her ist, aber wirklich dran erinnern kann ich mich nicht mehr.
3) Welches ist dein Lieblingsland? Warum? Mein Lieblingsland ist Norwegen. Es ist eines der wenigen Länder in denen ich bisher war. Wir machten zu dritt eine Tracking-Tour quer durchs Land, dabei sah ich so viele wunderschöne Gebirge, Täler, Pfalnzen, Seen, Fjorde,.... es war wundervoll
4) Gibt es einen Menschen, bei dem du wirklich du selbst sein kannst? Bei dem du dich richtig wohlfühlst? Wer? Hat es gegeben, bis dieser Mensch einfach aus meinem Leben verschwand und sich nicht mehr bei mir meldete. Mittlerweile gibt es da meinen Freund, aber so ganz Ich selbst kann ich da zur Zeit nicht sein. Kleinere Problemchen, die in einer Beziehung wohl dazu gehören.
5) Welches ist dein aktuelles Lieblingszitat?
 Kann mich gerade nicht entscheiden und schreibe daher mal 2 auf:
-
Bin ich nach all den Jahren eigentlich überhaupt noch ich? Oder bin ich inzwischen jemand anders, jemand, der nicht zählt? Weil ich die normale Zeit verpasst habe und seitdem in einer anderen lebe, einer eisigen Zeit, die unaufhörlich um sich selbst kreist und vergisst fortzuschreiten. (Lilly Lindner – Splitterfasernackt)
- Es ist schwer, leicht zu tragen zu sein. (Lilly Lindner – Splitterfasernackt) 
 
 
Ich werde erstmal niemanden tagen. Bitte verzeiht.
Es wird auch wieder eine Zeit kommen, in der ich mehr blogge und dann gibt es sicher auch mal wieder einen Tag ;)
 
Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, ich wiege mittlerweile furchtbare 48kg und komm damit nicht gut klar, deshalb verdränge ich es. Uni hat wieder begonnen, damit komme ich auch nicht gut klar, mit meinem Freund läuft es zur Zeit auch nicht ganz so gut (aber noch lange kein Grund zur Sorge) und generell, alles etwas düster, aber es ist noch ok.
 
Alles Liebe an euch <3

Auch Kommentare werden demnächst beantwortet. (wenn ich das nächste mal nicht bei meiner Seminararbeit weiter komme)

Freitag, 13. Februar 2015

Beziehungsleben vs. Einsamkeit

Hey meine Lieben,

mein letzter Post ist doch schon eine Weile her.
Ich wurde von der lieben Emma getaged. Natürlich werde ich mitmachen, aber nicht heute.

Eine Weile ging es mir jetzt echt gut, aber die letzten paar Tage/ Wochen zogen mich wieder weit in die Tiefe.

Seit ca. 5 Monaten bin ich nun in einer Beziehung mit M.
M. liebt mich über alles, er nimmt sehr viel Rücksicht auf mich, er versucht mich immer zu verstehen, er ist extrem geduldig und ich könnte keinen besseren Freund finden.
Ich hingegen bin absolut beziehungsunfähig.
Klar, das wusste ich von Anfang an. Aber alle meinten, dass das schon wird, dass man das auch lernen könnte, ich müsste mich halt an die neue Situation gewöhnen ,......
Zwischendurch dachte ich, die hatten alle recht.
Jetzt versinke ich.
Mal wieder.
Im Tiefschnee.

Ich komme mit der körperlichen Nähe nicht klar. Ich finde es angenehm von ihm massiert oder berührt zu werden. Ich küsse ihn auch sehr gerne. Aber mehr mag ich nicht.
Ich weiß, dass das nicht normal ist. Wir sind jetzt 5 Monate zusammen und hatten noch keinen Sex.
Logisch, dass er denkt, ich würde ihn nicht attraktiv finden. ABER DAS IST ES NICHT!!!
Ich finde ihn wunderschön, und ich würde ihn alles mit mir machen lassen, aber ich empfinde dabei NICHTS.
Warum kann ich nicht in einem Punkt mal normal sein???
Ich verstehe das nicht.
Ich weiß nicht wie diese Beziehung weitergehen soll. Ich will ihn nicht mehr länger quälen, auch in anderen Punkten. Aber ich kann ihn auch nicht einfach gehen lassen. Vor allem weil er freiwillig auch nicht gehen würde.
Ein weiterer Punkt ist, dass mir Zeit für mich fehlt, Zeit um allein zu sein, Zeit um nachzudenken, und auch Zeit für meine Essstörung und das SVV. Ob das gut ist? Ich weiß es nicht. Einerseits ja, andererseits bringt es mich fast um, "meine Krankheiten so zu verraten".
Ich kann mein "altes" Leben einfach nicht loslassen.
Einerseits bin ich oft so unendlich glücklich mit meinem Freund, andererseits wünsche ich mir aber auch oft mein einsames Leben von davor zurück. Ich, mein Hund und meine Krankheiten.

Vielleicht besteht da auch eine Verbindung dazu, dass ich mittlerweile wieder furchtbare 47kg wiege? Einfach schrecklich!!! Ich könnte heulen.

Bis bald. Ich hoffe ich komm in nächster Zeit wieder etwas öfter zum bloggen, und vor allem dazu, eure Blogs zu lesen

<3

Dienstag, 27. Januar 2015

erstes Mal getaged

Wenn du getaggt wurdest, beantworte mein Fragen, schreibe fünf neue auf und tagge andere. ♥

1) Woran denkst du, wenn du das Wort 'Schnee' hörst?
     Weiß, Reinheit, Leichtigkeit, weich, Flöckchen, Ruhe, Sanftheid, Zufriedenheit
2) Was ist dein momentaner größter Wunsch?
     Gesund und zufrieden zu werden/sein
3) Wohin zieht es dich?
     Immer zu Tieren, vorallem Hunden und immer Richtung Norden.
4) Was liebst du? 
     Meine Hunde, meine Meerschweinchen, meine Mäuse, meinen Freund und die Natur
5) Was empfiehlst du?
     Ich empfehle das Leben leichter zu nehmen, weniger Wert auf materielle Dinge zu legen, aber auch weniger Wert auf die Meinung anderer und generell einfach weniger nachdenken.


Meine Fragen:

1) Was ist deine Lieblingspflanze?
2) Warum hast du angefangen zu bloggen?
3) Knüllst oder falltest du das Klopapier? (Sorry falls euch das zu intim ist, ich finde es immer total lustig das einfach mal in die Runde zu fragen, und die Reaktionen abzuwarten :D)
4) Was fällt dir spontan zu dem Satz 'Wahnsinn mach wann Sinn?' ein?
5) Was ist das nächste Ziel (Zwischenziel), dass du erreichen möchtest?

Ich tagge:
Lee
Emma
Sternenstaub
Tee Fee
Lia

Montag, 12. Januar 2015

Neue Überweisung

Hatte heute mal wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin.
Das letzte Mal bekam ich ne Überweisung für ne Blutabnahme.
Natürlich bin ich da mal wieder nicht hingegangen. 
Also heute ne neue Überweisung da bei der letzten das Datum schon zu alt war. 
Auf ein Neues. 

Der Sinn dahinter soll sein, dass mir anhand der Blutwerte klar wird,  dass das Ritzen auch tatsächlich andere Schäden anrichtet. Z.B.: Eisenmangel, Anämie,...
In der Hoffnung,  dass es mir danach leichter fällt mit dem Schneiden aufzuhören und Verantwortung zu übernehmen.

Mein Freund kommt mit.  Da ich sonst vermutlich vor der Tür des Labors wieder umdrehen würde. 
Diesmal ist die Überweisung direkt an ein Labor. So muss ich wenigstens nicht zu diesem doofen Arzt,  der mich nicht ernst nimmt.

Hab jetzt schon Angst vor den Ergebnissen. 

<3

Donnerstag, 8. Januar 2015

elende Lügnerin

Lang hab ich nichts mehr geschrieben.
Das hatte auch Gründe. Mir ging es oft richtig gut und ich hab seeehr viel unternommen und hatte gar keine Zeit zu posten. Oder einfach keine Lust mehr.
Außerdem wollte ich den 100. Post positiv und zu was besonderem machen...

Aber ich bin gerade am Fallen. Ich warte auf den Aufschlag und hoffe, diesen nicht zu überleben.

Nebeneinander am Bett sitzend spielen wir gegeneinander QuizDuell. Er ist am Gewinnen. Er, mein Freund M. Bevor er die letzten 3 Fragen beantwortet hat, liegt er schon um einen Punkt vorne. "Was für ein blödes Spiel!", sage ich lachend und lasse mein Smartphone aufs Bett fallen. Er spielt die letzte Runde gar nicht mehr, richtet sich den Polster und streckt die Arme nach mir aus. Glücklich lege ich mich neben ihn und lasse mich von seinen Armen umfassen und genieße die Sicherheit des Gehaltenwerdens. Absolut ruhig und entspannt liegen wir da. Sein Kopf dreht sich langsam in Richtung des meinen. Auch ich bewege mich wie in Zeitlupe auf seine Lippen zu. Wir küssen uns. Er umfasst mich und hebt mich sanft auf sich drauf. Ich sehe in an und denke mir noch, ich sollte es ihm sagen. Doch ich weiß nicht wie. Ich bringe kein Wort aus meinem Mund, meine Kehle ist staubtrocken und meine Stimme verschwunden als wären meine Stimmbänder eingefroren. Wir sehen uns an. Er erkennt mein falsches Lächeln nicht und küsst mich erneut. Anfangs sanft, später fordern, mehr wollend. Ich mache mit. Wehre mich nicht. Im Gegenteil. M.'s Hände schieben sich unter meinen Pullover und ziehen ihn vorsichtig über meinen Kopf. Seine Lippen wandern über meinen Hals weiter zu meinem Dekolleté. Ich spüre seine Erregung unter meinen Fingerspitzen, spüre, wie er seine Muskeln anspannt. Eine Welle der Erregung erfährt auch mich.
Doch diese Welle verwandelt sich Blitzschnell in einen Schock der mich durchfährt als hätte mich ein Blitz getroffen, als er mein Shirt hochzieht. Angespannt liege ich da, kneiffe meine Augen zu und hoffe nur noch, dass er es nicht bemerkt oder einfach ignoriert.
Vergeblich. Seine Lippen stoppen aprupt, als er mit seinen weichen, aber sehr wohl kräftigen Männerhänden über den restlichen Schorf des Wortes "FAT" auf meinem Bauch streift, die Augen aufschlägt und all die Farbe aus seinem Gesicht weicht.
Sein Blick wandert hoch in mein Gesicht. Ich kann den Blick nicht ertragen, greife mir den Polster und drücke ihn über meinen Kopf. Reglos bleibe ich liegen, Die Luft wird knapp, aber das ist mir egal. Still und leise verfluche ich mich und beginne auf meinen Lippen herum zu kauen.
Nach einer Weile greift eine Hand nach mir und umarmt mich. Im ersten Moment denke ich mir: "Alles wird gut.", aber nein. Nichts wird gut. Er zieht sein Shirt an, ich lege meinen Kopf wieder auf den Polster, wage es aber nicht, ihm in die Augen zu sehen und bleibe stumm liegen.
Unerwartet nimmt er sein Handy und tippt darauf herum. Eine gefühlte Ewigkeit später setze ich mich auf, und auch ich ziehe mir meinen Pulli über, greife zu meinem Handy und suche mir die nächste Busverbindung raus. Da steht M. auch schon auf, schlüpft in eine andere Hose, was für mich das Signal zum Aufbruch bedeutet. Darauf bedacht ihn nicht anzusehen schnappe ich mir meine Jacke und murmle: "Ich kann auch mit dem Bus fahren." Selbstverständlich ignoriert er diesen Satz; wie immer.
Kommentarlos öffnet er die Tür, ruft seinen Eltern zu, dass wir fahren, ich noch ein gut gelauntes: "Ciao" hinterher und ohne weitere Worte verlassen wir das Haus, steigen ins Auto und fahren los.
So unwohl wie in diesen 20 Minuten fühlte ich mich schon lange nicht mehr. Wie eine Leiche starrte ich aus dem Fenster und kaute auf meinen Lippen weiter.
Mit einem leisen, aber bestimmten "Tschau und Danke" verabschiede ich mich und will erleichtert, endlich aus dieser Hölle zu fliehen aussteigen. Da packte M. mich am Arm, zog mich zu ihm, küsste mich auf die Stirn und lies mich wortlos gehen.
Mit Tränen in den Augen betrat ich das Haus. So sehr als Versager, fühlte ich mich schon lang nicht mehr.

......... dazu will ich noch erwähnen, dass wir erst gestern eine Diskussion darüber hatten und er fragte, ob denn mein Arm noch in Ordnung sei. Ich hab natürlich mit "ja" geantwortet, denn mein "Arm" ist ja in Ordnung...nach meinem Bauch hat er ja nicht gefragt
und ich hab nicht damit gerechnet, dass wir uns vor dem Wochenende noch sehen und dachte, bis dahin bringe ich es so hin, dass es nicht auffällt...
tja, blöd gelaufen



Mittwoch, 17. Dezember 2014

wundervoll daneben

Das Wochenende mit meinem Freund in der Schweiz war wunderschön!
Ich habe nach Wochen...Monaten....vl sogar Jahren wieder einmal gelebt. Ich habe das Leben in mir gespürt. Das war wundervoll. Mir ging es gut.
Bis Sonntag Abend, als ich wieder lernen musste und mir klar wurde, dass wir am nächsten Tag nach Hause fahren müssen. Pötzlich war ich wieder tot. Innerlich tot. Verschlossen. Ich war wieder ich. Oder war ich eben nicht mehr ich?
Keine Ahnung. Aber es tut weh.
Andererseits weiß ich jetzt auch, dass ich noch leben KANN.

Allerdings sind unsere Hunde jetzt leider krank. Die haben sich mit Zwingerhusten angesteckt :(
Wird aber alles wieder.

Gewichtsmäßig sieht es allerdings schlecht aus.
Ebenso alles was die Uni betrifft.
Genau genommen, hab ich dieses Semester bisher NICHTS geschafft.
Soll heißen, das Wochenende war zwar wirklich toll, aber grundsätzlich geht es mir nicht gut. Vor allem fällt mir jetzt noch viel mehr auf, dass ich doch nichts auf die Reihe bekomm.

Es war wundervoll. Jetzt is es wieder wundervoll daneben.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Ich bin es leid

Ich weiß nicht wo ich noch Kraft her nehmen soll. Ich kann nicht mehr. Und vor allem will ich auch gar nicht mehr kämpfen. Denn, ich bin es leid. Ich bin es leid, meine letzten Kräfte zusammen zu kratzen nur um zu überleben. Ich will doch gar nicht mehr überleben.
Ich bin es leid zu leben.




Aber natürlich werde ich weiter kämpfen....