Ich existiere noch.
Ich lebe noch.
Irgendwie.
Irgendwo.
In mir.
Grundsätzlich geht es immer mehr bergauf.
Ich hab nun einen Samstags-Job.
Ich hab dies und ich hab jenes.
Ich hab zugenommen.
Ich habe ewig nicht mehr gekotzt.
Ich habe mich schon lange nicht mehr verletzt.
Tja, alles in allem, hört sich das alles sehr positiv an. Nicht?
Mir geht es trotzdem nicht gut. In mir wird es wieder dunkler. Von Tag zu Tag.
Mein derzeitiges Gewicht, das alle gut finden, bringt mich täglich zum verzweifeln.
Der Job macht mir Spaß, aber überfordert mich gleichzeitig auch maßlos.
Uni steht. Da tut sich nix mehr. Ich komm nicht mehr weiter.
Meine Freunde distanzieren sich immer mehr. Sie fehlen mir.
Mein Freund will immer mehr von mir. Aber nicht das, was ich möchte. Er bedrängt mich.
Nein, macht er nicht. Er verhält sich gan normal. Ich bin nur überempfindlich und fühle mich bedrängt.
Mittlerweile fehlt mir sogar meine Familie.
Ich gelte immer als die Starke, aber ich fühle mich so schwach wie Wackelpudding.
Meine Existenz soll enden.
Ich mag sie nicht.
Ich wäre lieber nicht so real.
Achtung!
Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.
Oh süße! Du, das klingt zunächst einmal wirklich alles gut! Du lebst, du hast einen Job, du hast zugenommen und du scheinst den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Darauf kannst du stolz sein, ehrlich.
AntwortenLöschenWeißt du, was dich so verzweifeln lässt? Die Essstörung. Sie fühlt sich angegriffen. Je mehr du dich von ihr "abwendest", desto lauter wird sie. Sie will gebraucht werden. Will ebenfalls existieren. Aber weißt du, sie kann nur existieren, wenn du dich an ihr festklammerst.
All das klingt nun wieder so theoretisch einfach und so schwupps-di-wupps-umsetzbar. Das ist es nicht. Ich möchte nur, dass du weißt, dass ich an dich denke!
Alles Liebe,
Emma♥