Morgen 9 Uhr.
Ökophysiologie -Prüfung
3. Prüfungstermin = letzter Prüfungstermin für dieses Semester
Letzte Chance um diese Prüfung dieses Semester noch zu schaffen.
Letzte Chance um dieses Semester mein Studium abzuschließen.
Aber nicht die letzte Prüfung die ich bis dahin noch schaffen muss.
Meine Chancen? Ich weiß es nicht.
Gelernt habe ich. Genug? Möglich. Aber kann genausogut nicht reichen.
Ich verzweifle zur Zeit an der Uni.
Es stehen viel zu viele Prüfungen an. Für mich ist es unmöglich so viele Prüfungen in so kurzer Zeit zu bestehen.
Auch das Projekt das wir machen sollten an der Uni, ging für mich mal kräftig daneben.
Es ging darum, die problematischen Neophyten einer Gemeinde zu kartieren und einen Management-Plan auszuarbeiten. Als ich das hörte, fand ich es richtig toll, mal etwas sinnvolles machen zu dürfen. Nicht nur sinnlose, theoretische Pläne aufzuschreiben.
Problem an der Sache: Wir mussten alles selber organisieren. Soll heißen, 21 Studenten bekommen ein Projekt und müssen selbst für alles sorgen.
Tja, die mmeisten der Studenten kannten sich untereinander, waren topmotiviert, hatten Autos zur Verfügung, saßen in den Pausen essend beisammen und besprachen alles.
Ja, ist wohl nicht schwer zu erraten, dass ich da nicht dabei war. Und somit auch keinen Teil des Projekts gemacht habe. Somit weiß ich auch nicht, ob ich die Lehrveranstaltung überhaupt bestehen kann. Mal ganz abgesehen davon, dass ich die Prüfung wahrscheinlich auch nicht schaffen werde. Also mal wieder aller Aufwand umsonst.
Ich hasse mich dafür, nicht einfach mal so sein zu können wie alle andern auch. Einfach gemeinsam mit denen zu Essen, mal meine Klappe aufzumachen und mich einzubringen.
Mit meinem Freund komme ich auch nicht mehr klar.
Ich kann ihn manchmal einfach nicht mehr sehn.
Vieles liegt nicht an ihm, sondern einfach daran, dass ICH für MICH keine Beziehung mehr nöchte, weil ich dafür weder Kraft noch Zeit habe.
Ich wäre zur Zeit einfach viel lieber wieder allein.
Ist das alles der Anfang vom Ende?
Der Anfang vom Abbruch meines Studiums.
Der Anfang vom Beenden meiner Beziehung.
Der Anfang vom Aufgeben des Ziels 'Gesund werden'
Der Anfang vom Aufgeben der Selbstständigkeit.
Oder ist das alles das Ende vom Anfang.
Das Ende vom Anfang der Beziehung. Rosa Brille verschwindet und die typischen Beziehungsprobleme treten hervor.
Das Ende vom Anfang des Studiums. Die Schonzeit ist vorbei. Wenn man was erreichen will, muss man dafür kämpfen.
Das Ende vom Anfang des Gesund werdens. Es kommen immer wieder Tiefs die überwunden werden müssen.
Das Ende vom Anfang der Selbstständigkeit. Geld fliegt einem nicht zu. Dafür muss man viel und hart arbeiten.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Aber irgendwie wird es trotzdem weiter gehen.
Achtung!
Dieser Blog kann triggernde Inhalte enthalten. Vor allem Menschen mit Essstörungen, SVV oder anderen psychischen Problemen sollten diesen Blog verlassen oder nur lesen, wenn sie sich stabil genug fühlen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.
Der Blog dient nicht dazu, andere Leute in einer Krankheit zu bestärken, sondern soll mir Raum für meine Gedanken und Probleme geben, er soll für Verständnis und Toleranz stehen. Für gegenseitige Unterstützung und Hilfe, sowohl in schlechten als auch guten Phasen.
Donnerstag, 12. November 2015
Montag, 2. November 2015
Fragezeichen
In meinem Kopf steht gerade ein riesiges Fragezeichen.
Denn ich weiß nicht mehr was ich tun soll.
Ich will meinen Freund nicht verlieren, aber ich kann mir auch keine Beziehung mehr mit ihm vorstellen.
Ich will unbedingt wieder abnehmen, aber ich habe heute gefressen, als wäre es mein letzter Tag.
Ich will endlich bei meinem Studium weiterkommen, aber anstatt zu Lernen habe ich The Simpson geschaut und geschlafen.
Ich wollte gesund werden, und mein Leben in den Griff bekommen. Habe soziale Kontakte geknüpft, auch wenn es ausser der Familie meines Freundes nur wenige waren. Aber immerhin.
Und jetzt?
Jetzt will ich wieder mein altes, krankes, schäbiges Leben zurück.
Ich will wieder allein sein.
Will wieder krank sein.
Will es wieder schaffen zu Hungern und täglich Sport zu treiben.
Will meine 43kg zurück und wieder umkippen nach dem Aufstehen morgens.
Will mich wieder schneiden wann immer ich den Drang dazu verspüre.
Will keine Psychopharmaka mehr nehmen und einfach nur sterben.
Ja, genau das ist es was ich mir zur Zeit am meisten wünsche.
Warum man sich so etwas wünscht, nachdem es einem schon relativ gut ging?
Ich weiß es nicht.
Vielleicht weil es einfacher ist. Man baut sich eine Struktur, einen Plan, und nach dem lebt man. Alleine. Ohne das einem jemand dazwischen funkt. Ohne Einladungen zum Essen, ohne ähnlichem Kram.
Vielleicht weil mir einfach die Kraft fehlt um weiterzukämpfen.
Vielleicht weil die Antidepressiva nicht mehr wirken?
Denn ich weiß nicht mehr was ich tun soll.
Ich will meinen Freund nicht verlieren, aber ich kann mir auch keine Beziehung mehr mit ihm vorstellen.
Ich will unbedingt wieder abnehmen, aber ich habe heute gefressen, als wäre es mein letzter Tag.
Ich will endlich bei meinem Studium weiterkommen, aber anstatt zu Lernen habe ich The Simpson geschaut und geschlafen.
Ich wollte gesund werden, und mein Leben in den Griff bekommen. Habe soziale Kontakte geknüpft, auch wenn es ausser der Familie meines Freundes nur wenige waren. Aber immerhin.
Und jetzt?
Jetzt will ich wieder mein altes, krankes, schäbiges Leben zurück.
Ich will wieder allein sein.
Will wieder krank sein.
Will es wieder schaffen zu Hungern und täglich Sport zu treiben.
Will meine 43kg zurück und wieder umkippen nach dem Aufstehen morgens.
Will mich wieder schneiden wann immer ich den Drang dazu verspüre.
Will keine Psychopharmaka mehr nehmen und einfach nur sterben.
Ja, genau das ist es was ich mir zur Zeit am meisten wünsche.
Warum man sich so etwas wünscht, nachdem es einem schon relativ gut ging?
Ich weiß es nicht.
Vielleicht weil es einfacher ist. Man baut sich eine Struktur, einen Plan, und nach dem lebt man. Alleine. Ohne das einem jemand dazwischen funkt. Ohne Einladungen zum Essen, ohne ähnlichem Kram.
Vielleicht weil mir einfach die Kraft fehlt um weiterzukämpfen.
Vielleicht weil die Antidepressiva nicht mehr wirken?
Sonntag, 1. November 2015
Gewichtsschock
Heute Morgen habe ich mich mal wieder auf die Waage gestellt.
Und ich war richtig geschockt.
55kg
das ist ein BMI von 20,7 :O
Das ist fast Rekord.
Was mach ich? Fresse aus Frust eine Tafel Schokolade.
Richtig spitze!
Dafür habe ich jetzt mein Essenstagebuch wieder aktiviert.
Ich hoffe das hilft wieder ein bisschen.
Nun muss ich endlich anfangen zu lernen.
Man hört sich ;)
Und ich war richtig geschockt.
55kg
das ist ein BMI von 20,7 :O
Das ist fast Rekord.
Was mach ich? Fresse aus Frust eine Tafel Schokolade.
Richtig spitze!
Dafür habe ich jetzt mein Essenstagebuch wieder aktiviert.
Ich hoffe das hilft wieder ein bisschen.
Nun muss ich endlich anfangen zu lernen.
Man hört sich ;)
Samstag, 31. Oktober 2015
Beziehungspause
Hja, wie der Titel schon sagt befinde ich mich nun in einer Beziehungspause.
Ich hab das mal bis Dienstag geplant. Dann werde ich wieder bei meinem Freund angekrochen kommen, ihm verzeihen und ihm eine weißnichtwievielte Chance geben.
Warum Beziehungspause?
Weil er mich zum gefühlten hundertsten Mal belogen hat.
Ich hasse es, wenn mir jemand eiskalt ins Gesicht lügt. Aber es macht mich richtig fertig, wenn dieser Jemand mein Freund ist.
Ich weiß gerade gar nicht was ich noch schreiben soll.
Ich bin einfach maßlos enttäuscht. Auch von meinen Eltern.
Wir haben sie eingeladen zu einer Show vom "Hundeprofi" Martin Rütter. Am nächsten Tag waren sie zum Essen bei den Eltern meines Freundes eingeladen. Aber dazu kam es gar nicht mehr. Sie haben den Besuch abgebrochen. Wie immer.
Nein falsch. Normalerweise sagen sie vorher ab und kommen erst gar nicht.
Diesmal sind sie tatsächlich gekommen. Waren aber keine 24h da.
Gott, die müssen mich lieben.
Ich bin so wütend und enttäuscht von allen, dass ich auch gar nicht mehr näher darauf eingehen will.
Werde versuchen es einfach zu vergessen und verdrängen.
Hab da keinen Bock mehr drauf.
Gute Nacht meine Lieben.
Man hört sich :*
Ich hab das mal bis Dienstag geplant. Dann werde ich wieder bei meinem Freund angekrochen kommen, ihm verzeihen und ihm eine weißnichtwievielte Chance geben.
Warum Beziehungspause?
Weil er mich zum gefühlten hundertsten Mal belogen hat.
Ich hasse es, wenn mir jemand eiskalt ins Gesicht lügt. Aber es macht mich richtig fertig, wenn dieser Jemand mein Freund ist.
Ich weiß gerade gar nicht was ich noch schreiben soll.
Ich bin einfach maßlos enttäuscht. Auch von meinen Eltern.
Wir haben sie eingeladen zu einer Show vom "Hundeprofi" Martin Rütter. Am nächsten Tag waren sie zum Essen bei den Eltern meines Freundes eingeladen. Aber dazu kam es gar nicht mehr. Sie haben den Besuch abgebrochen. Wie immer.
Nein falsch. Normalerweise sagen sie vorher ab und kommen erst gar nicht.
Diesmal sind sie tatsächlich gekommen. Waren aber keine 24h da.
Gott, die müssen mich lieben.
Ich bin so wütend und enttäuscht von allen, dass ich auch gar nicht mehr näher darauf eingehen will.
Werde versuchen es einfach zu vergessen und verdrängen.
Hab da keinen Bock mehr drauf.
Gute Nacht meine Lieben.
Man hört sich :*
Dienstag, 20. Oktober 2015
3 Monate
Schon wieder fast 3 Monate her, dass ich das letzte mal gepostet habe.
Jetzt sitze ich hier. Im Bett, mein Freund spielt XBOX, nachdem er eine Salamipizza gegessen hat.
DIe Hunde schlafen. Die eine mit rihem Rindfleisch im Magen, der andere mit Trockenfutter. Die kleine mit Dosenfutter und Haferflocken.
Sie wirken alle zufrieden. Und satt.
Ich habe hunger.
Zum Frühstück hatte ich einen Café Latte, Vormittags ein halbes Weinbeerbrötchen, nachmittags die zweite Hälfte, vorher einen kleinen Apfel.
Mein Magen verlangt mehr.
Dieses Hungergefühl ist wieder wie Neu für mich.
Monatelang habe ich gegessen. Nein, tatsächlich gefressen. Hauütsächlich FastFood, Süßkram, etc.
Jetzt bin ich dicker als je zuvor.
Dafür hasse ich mich. Ich verabscheue mich. Am liebsten würde ich mich dafür so richtig bestrafen.
Aber wie?
Ich bin doch nun fast gesund. Oder?
Meine Familie ist mit mir zufrieden, mein Freund und seine Familie. Die Psychiaterin, die Psychologin.
Alle merken wie es bergauf geht. Wie toll ich mich entwickelt habe. Wie gut alles läuft.
Aber in mir beginnt es zu bröckeln.
Ich will hungern.
Ich will bluten.
Ich will allein sein.
Ich will sterben.
Ich will wieder zurück. Dahin, wo ich vor eineinhalb Jahren war.
Ich will wieder DÜNN sein.
Warum habe ich das alles zurück gelassen? Ich kann es nicht verstehen. Ich bin schwach geworden.
Habe mich von den Verführungen verleiten lassen. Konnte nicht wiederstehen.
Das habe ich nun davon.
NICHTS!
Ich muss von vorne beginnen.
Als erstes muss ich Gewicht verlieren.
Wie ist egal.
Ich werde hungern. Tagelang, wenn es sein muss.
Ich werde wieder dünn sein!
Und wenn ich mein Leben dafür gebe.
JA, ICH WERDE WIEDER DÜNN SEIN!!!
Jetzt sitze ich hier. Im Bett, mein Freund spielt XBOX, nachdem er eine Salamipizza gegessen hat.
DIe Hunde schlafen. Die eine mit rihem Rindfleisch im Magen, der andere mit Trockenfutter. Die kleine mit Dosenfutter und Haferflocken.
Sie wirken alle zufrieden. Und satt.
Ich habe hunger.
Zum Frühstück hatte ich einen Café Latte, Vormittags ein halbes Weinbeerbrötchen, nachmittags die zweite Hälfte, vorher einen kleinen Apfel.
Mein Magen verlangt mehr.
Dieses Hungergefühl ist wieder wie Neu für mich.
Monatelang habe ich gegessen. Nein, tatsächlich gefressen. Hauütsächlich FastFood, Süßkram, etc.
Jetzt bin ich dicker als je zuvor.
Dafür hasse ich mich. Ich verabscheue mich. Am liebsten würde ich mich dafür so richtig bestrafen.
Aber wie?
Ich bin doch nun fast gesund. Oder?
Meine Familie ist mit mir zufrieden, mein Freund und seine Familie. Die Psychiaterin, die Psychologin.
Alle merken wie es bergauf geht. Wie toll ich mich entwickelt habe. Wie gut alles läuft.
Aber in mir beginnt es zu bröckeln.
Ich will hungern.
Ich will bluten.
Ich will allein sein.
Ich will sterben.
Ich will wieder zurück. Dahin, wo ich vor eineinhalb Jahren war.
Ich will wieder DÜNN sein.
Warum habe ich das alles zurück gelassen? Ich kann es nicht verstehen. Ich bin schwach geworden.
Habe mich von den Verführungen verleiten lassen. Konnte nicht wiederstehen.
Das habe ich nun davon.
NICHTS!
Ich muss von vorne beginnen.
Als erstes muss ich Gewicht verlieren.
Wie ist egal.
Ich werde hungern. Tagelang, wenn es sein muss.
Ich werde wieder dünn sein!
Und wenn ich mein Leben dafür gebe.
JA, ICH WERDE WIEDER DÜNN SEIN!!!
Mittwoch, 29. Juli 2015
Alles gut?!
Fast 3 Monate war ich nicht mehr hier.
Vieles hat sich verändert.
Zum Guten.
Ich arbeite immer noch, viel zur Zeit.
Urlaubsvertretung.
Ich arbeite gerne dort.
Meine Kolleginnen sind gut.
Ich mag sie gern.
Viel....was heißt "viel Arbeiten"? Es sind immer um die 20h pro Woche.
Für die meisten ist das sehr wenig.
Für mich viel.
Ich mache auch immer wieder Fehler. Mal leichte, manchmal aber auch schwere.
Das sollte nicht passieren.
Es passiert trotzdem.
Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Das gehört dazu.
An manchen Tagen steh ich darüber.
An manchen zerbreche ich beinahe daran.
Ich rauche hin und wieder.
Ich habe mich sehr lange nicht mehr selbstverletzt.
Ich trinke nur ganz selten, sehr wenig Alkohol.
Ich liebe meinen Freund sehr.
Auch seine Familie ist toll.
Dort bin ich immer willkommen.
Ich bin sehr gerne dort.
Mein Hund ist einzigartig. Wahnsinnig brav und absolut süß.
Ich vergöttere sie.
Sie mag mich auch gern.
Meine Psychiaterin meinte, anfangs wirkte ich sehr schchtern, zart und zerbrechlich.
Jetzt sei eine selbstbewusste, starke, junge Frau aus mir geworden.
Manchmal seh ich das auch so.
Manchmal nicht.
Ich habe mich lange nicht mehr gewogen. Die Waage hat mein Freund in meinem Kasten verstaut.
Ich überlege nur mehr ganz selten, ob ich das jetzt essen soll, weil es dick macht. Ich esse das, worauf ich Lust habe. Hauptsächlich Schokolade, Eis und Haribo.
Manchmal fühl ich mich trotzdem gut.
Meistens ist es mir egal.
Manchmal fühle ich mich dick.
Meine Therapeutin findet es erstaunlich was sich in den 1 1/2 Jahren alles getan hat.
Ich auch.
Trotzdem solle ich aufpassen, dass das nicht kippt.
Das weiß ich.
Ich habe eigentlich Ferien. Aber ich muss noch eine Arbeit schreiben bis August. Ich muss Arbeiten. Ich muss ein relativ großes Projekt für die Uni machen. Ich fange Ende August mit meiner Bachelorarbeit an. Am 17. August soll ich eine große Prüfung schreiben, für die ich noch sehr viel lernen muss. Ich muss weiterhin zur Therapie. Ich muss weiterhin Medikamente nehmen. Ich muss mich um meine Tiere kümmern. Ich muss mich um die Beziehung mit meinem Freund kümmern. Ich muss mit meinem Hund trainieren und den Verein unterstützen. Ich muss versuchen Freundschaften aufrecht zuerhalten. Ich muss meine Eltern mal wieder besuchen.
Ich muss...
Ich muss auf mich acht geben.
Ich könnte Hilfe gebrauchen.
Aber es ist keiner da.
Ich bin.
Allein.
Vieles hat sich verändert.
Zum Guten.
Ich arbeite immer noch, viel zur Zeit.
Urlaubsvertretung.
Ich arbeite gerne dort.
Meine Kolleginnen sind gut.
Ich mag sie gern.
Viel....was heißt "viel Arbeiten"? Es sind immer um die 20h pro Woche.
Für die meisten ist das sehr wenig.
Für mich viel.
Ich mache auch immer wieder Fehler. Mal leichte, manchmal aber auch schwere.
Das sollte nicht passieren.
Es passiert trotzdem.
Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Das gehört dazu.
An manchen Tagen steh ich darüber.
An manchen zerbreche ich beinahe daran.
Ich rauche hin und wieder.
Ich habe mich sehr lange nicht mehr selbstverletzt.
Ich trinke nur ganz selten, sehr wenig Alkohol.
Ich liebe meinen Freund sehr.
Auch seine Familie ist toll.
Dort bin ich immer willkommen.
Ich bin sehr gerne dort.
Mein Hund ist einzigartig. Wahnsinnig brav und absolut süß.
Ich vergöttere sie.
Sie mag mich auch gern.
Meine Psychiaterin meinte, anfangs wirkte ich sehr schchtern, zart und zerbrechlich.
Jetzt sei eine selbstbewusste, starke, junge Frau aus mir geworden.
Manchmal seh ich das auch so.
Manchmal nicht.
Ich habe mich lange nicht mehr gewogen. Die Waage hat mein Freund in meinem Kasten verstaut.
Ich überlege nur mehr ganz selten, ob ich das jetzt essen soll, weil es dick macht. Ich esse das, worauf ich Lust habe. Hauptsächlich Schokolade, Eis und Haribo.
Manchmal fühl ich mich trotzdem gut.
Meistens ist es mir egal.
Manchmal fühle ich mich dick.
Meine Therapeutin findet es erstaunlich was sich in den 1 1/2 Jahren alles getan hat.
Ich auch.
Trotzdem solle ich aufpassen, dass das nicht kippt.
Das weiß ich.
Ich habe eigentlich Ferien. Aber ich muss noch eine Arbeit schreiben bis August. Ich muss Arbeiten. Ich muss ein relativ großes Projekt für die Uni machen. Ich fange Ende August mit meiner Bachelorarbeit an. Am 17. August soll ich eine große Prüfung schreiben, für die ich noch sehr viel lernen muss. Ich muss weiterhin zur Therapie. Ich muss weiterhin Medikamente nehmen. Ich muss mich um meine Tiere kümmern. Ich muss mich um die Beziehung mit meinem Freund kümmern. Ich muss mit meinem Hund trainieren und den Verein unterstützen. Ich muss versuchen Freundschaften aufrecht zuerhalten. Ich muss meine Eltern mal wieder besuchen.
Ich muss...
Ich muss auf mich acht geben.
Ich könnte Hilfe gebrauchen.
Aber es ist keiner da.
Ich bin.
Allein.
Montag, 4. Mai 2015
Existenz
Ich existiere noch.
Ich lebe noch.
Irgendwie.
Irgendwo.
In mir.
Grundsätzlich geht es immer mehr bergauf.
Ich hab nun einen Samstags-Job.
Ich hab dies und ich hab jenes.
Ich hab zugenommen.
Ich habe ewig nicht mehr gekotzt.
Ich habe mich schon lange nicht mehr verletzt.
Tja, alles in allem, hört sich das alles sehr positiv an. Nicht?
Mir geht es trotzdem nicht gut. In mir wird es wieder dunkler. Von Tag zu Tag.
Mein derzeitiges Gewicht, das alle gut finden, bringt mich täglich zum verzweifeln.
Der Job macht mir Spaß, aber überfordert mich gleichzeitig auch maßlos.
Uni steht. Da tut sich nix mehr. Ich komm nicht mehr weiter.
Meine Freunde distanzieren sich immer mehr. Sie fehlen mir.
Mein Freund will immer mehr von mir. Aber nicht das, was ich möchte. Er bedrängt mich.
Nein, macht er nicht. Er verhält sich gan normal. Ich bin nur überempfindlich und fühle mich bedrängt.
Mittlerweile fehlt mir sogar meine Familie.
Ich gelte immer als die Starke, aber ich fühle mich so schwach wie Wackelpudding.
Meine Existenz soll enden.
Ich mag sie nicht.
Ich wäre lieber nicht so real.
Ich lebe noch.
Irgendwie.
Irgendwo.
In mir.
Grundsätzlich geht es immer mehr bergauf.
Ich hab nun einen Samstags-Job.
Ich hab dies und ich hab jenes.
Ich hab zugenommen.
Ich habe ewig nicht mehr gekotzt.
Ich habe mich schon lange nicht mehr verletzt.
Tja, alles in allem, hört sich das alles sehr positiv an. Nicht?
Mir geht es trotzdem nicht gut. In mir wird es wieder dunkler. Von Tag zu Tag.
Mein derzeitiges Gewicht, das alle gut finden, bringt mich täglich zum verzweifeln.
Der Job macht mir Spaß, aber überfordert mich gleichzeitig auch maßlos.
Uni steht. Da tut sich nix mehr. Ich komm nicht mehr weiter.
Meine Freunde distanzieren sich immer mehr. Sie fehlen mir.
Mein Freund will immer mehr von mir. Aber nicht das, was ich möchte. Er bedrängt mich.
Nein, macht er nicht. Er verhält sich gan normal. Ich bin nur überempfindlich und fühle mich bedrängt.
Mittlerweile fehlt mir sogar meine Familie.
Ich gelte immer als die Starke, aber ich fühle mich so schwach wie Wackelpudding.
Meine Existenz soll enden.
Ich mag sie nicht.
Ich wäre lieber nicht so real.
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